Trauerfeier am Donnerstag

Trauer um ehemalige Sportwartin Wilfriede Müller

Wilfriede Müller Foto: Privat

Wolfhagen. Trauer um Wilfriede Müller: Die ehemalige Sport- und Frauenwartin des Sportkreises Wolfhagen ist am 5. Januar verstorben. Die Trauerfeier findet am Donnerstag, 10. Januar, 13 Uhr, in der Wolfhager Friedhofskapelle statt.

„Es Wilfriede“, wie sie liebevoll genannt wurde, war über fünf Jahrzehnte lang eine Institution im damals noch eigenständigen Sportkreis Wolfhagen und we

it darüber hinaus. Sie hat während ihrer aktiven Zeit als Sportfunktionärin nicht nur ein wesentliches Stück Sportgeschichte im hiesigen Altkreis mitgeprägt, sondern auch im Bezirk Kassel sowie im Landessportbund Hessen. Der Sport war für Wilfriede Müller Lebensinhalt.

Dabei engagierte sie sich ehrenamtlich nicht nur mit „Haut und Haaren“ zum Wohle der Allgemeinheit, für „ihre“ Vereine im Kreis, sondern ein besonderer Schwerpunkt war das Verständnis für die besondere Situation der Frauen im Sport und die Notwendigkeit einer partnerschaftlichen Entwicklung in den Sportorganisationen.

Die am 6. April 1921 in Kassel geborene Wilfriede Müller trat bereits mit sechs Jahren der „Freien Turnerschaft Kassel am Wall“ bei und ist seitdem untrennbar mit dem Sport verbunden. Nach ihrer „Ausbombung“ fand sie 1943 mit ihrer Familie in Oberlistingen eine neue Heimat, gründete dort den TSV Oberlistingen mit. Dort hatte sie nach mehreren Vorstandspositionen über 25 Jahre das Amt der Vorsitzenden inne. Sie war die erste Frau, die 1947 im neu gegründeten Sportkreis Wolfhagen in die Phalanx der Männer „einbrach.“ In ununterbrochener Folge bekleidete sie dort über 50 Jahre lang eine Fülle von Ehrenämtern. Daneben engagierte sie sich in den Fachbereichen Leichtathletik, Turnen und Tischtennis.

Auch bei der Gründung und Anerkennung des Schützenkreises Wolfhagen durch den Landessportbund war sie federführend. Ihr Blick ging jedoch weit über den sportlichen Tellerrand hinaus. So gehörte Wilfriede Müller dem Kreisjugendring des ehemaligen Landkreises Wolfhagen sowie des späteren Landkreises Kassel an. Zudem war sie Hauptschöffin am Kasseler Jugendgericht, stand den Bezirkslandfrauen 14 Jahre lang als Sportwartin vor, arbeitete ehrenamtlich im Technischen Hilfswerk und dem Deutschen Roten Kreuz, war auf kommunalpolitischer Ebene jahrelang im Breunaer Gemeindeparlament vertreten.

Sie bekam als erste Frau in Nordhessen die Goldene Ehrennadel des Landessportbundes Hessen, zudem den Ehrenbrief des Landes , das Bundesverdienstkreuz und, darauf war sie besonders stolz, den Lu Röder-Preis des Landessportbundes (zih)

Quelle: HNA

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken, um Missbrauch zu vermeiden.

Die Redaktion