Valentin Mühling will Freiwilligendienst für die Caritas in Ostafrika leisten

Der Traum von Tansania

Packt seine Sachen: Valentin Mühling wird neun Monate in Afrika für die Caritas behinderte Kinder betreuen. Foto: Quanz

Schwalmstadt. Afrika war sein Traumziel. Das stand schon vorher für Valentin Mühling fest. Der Abiturient der Melanchthon-Schule Steinatal freut sich um so mehr, dass er nun neun Monate seinen Freiwilligendienst in Tansania verrichten darf.

Für ihn war schon länger klar, dass er nach dem Abi nicht gleich zur Universität wollte. Später wolle er Soziale Arbeit oder Latein auf Lehramt studieren, aber erst einmal will er sich sozial engagieren.

„Wir hatten an der Schule Austauschschüler aus Tansania, die keine Berührungsängste hatten und sehr sympathisch waren“, sagte Valentin Mühling. Dies sei ein Grund, warum er nach Afrika will. Es werde nun sein erster Aufenthalt auf diesem Kontinent sein.

Vorauswahl getroffen

Über die Internetplattform Weltwärts hatte er sich bei 30 Organisationen für einen Freiwilligendienst beworben. Er traf aufgrund der Beschreibungen für sich eine Vorauswahl. Drei Organisationen meldeten sich bei ihm zurück, darunter die Caritas, der Wohlfahrtsverband der katholischen Kirche.

„Ich wurde mit 119 anderen Bewerbern zu einem Auswahlwochenende eingeladen. Da wurde uns schon gesagt, dass nur 25 genommen werden.“ Neben den Referenzen sei vor allem die Teamfähigkeit und die soziale Kompetenz dort getestet worden.

„Konfession spielte keine Rolle.“

Valentin Mühling

Valentin Mühling setzte sich durch. Geholfen haben seine Erfahrungen aus der Ten Sing Arbeit bei der evangelischen Kirchengemeinde Ziegenhain und bei Hephata. Dort arbeitete er auf 400 Euro Basis als Schüler beim Familienentlastenden Dienst.

„Die Konfession hat bei der Bewerbung für die Caritas keine Rolle gespielt. Sie haben nachgefragt, aber mir dann gleich mitgeteilt, dass sie auch Protestanten nehmen“, berichtete Mühling.

Im Kloster untergebracht

In Tansania wird er im Dorf Miyuji eineinhalb Autostunden von der Hauptstadt Dodoma im Zentrum des Landes arbeiten. Untergebracht ist er in einem katholischen Kloster. „Ich werde vor allem Kinder mit Downsyndrom betreuen. Wie aber genau mein Arbeitsalltag aussehen wird, weiß ich noch nicht.“

Zeit, Land und Leute kennenzulernen bleibt dennoch. An den Wochenenden hat er frei und 20 Tage Urlaub. 100 Euro Taschengeld erhält er im Monat. Genug, so glaubt Mühling, um sich alles Notwendige leisten zu können.

Dennoch muss er 150 Euro im Monat selber aufbringen, um den Aufenthalt zu bezahlen. „Dafür habe ich einen Förderkreis aufgebaut und hoffe, dass weitere Menschen bereit sind, meinen Aufenthalt finanziell zu unterstützen.“

Am 3. November geht sein Flieger von Frankfurt über Kairo nach Daressalam. Aber schon jetzt hat er seine Sachen gepackt, da vorher noch ein zweiwöchiges Ausreiseseminar auf ihn wartet.

Von Florian Quanz

Quelle: HNA

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