Die Traumreise geht weiter

Der zwölfjährige Jannik will Rapper werden

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Leidenschaftlicher Musiker: Jannik rappt gerne – zu Hause im Studio und auf der Bühne. Sein Vater Andreas Wolff unterstützt ihn dabei.  

Niedenstein. Jannik brauchte eine Pause. Dem Zwölfjährigen wurde das Musik machen zu viel. Denn als Rapper mit dem Künstlernamen Maxx hat er schon viel erlebt. Als ihm das aber zu viel wurde, stand ihm sein Vater zur Seite: „Es zwingt dich keiner.“

Andreas Wolff ist Hobby-Produzent. Man könnte also meinen, es sei der Traum des Vaters, den Jannik verfolgt. Aber seine Lust zu rappen hat Jannik zufällig entdeckt: An seinem zehnten Geburtstag nahm er mit seinen Freunden und der Hilfe seines Vaters eine CD im Studio zu Hause im Keller auf.

Kurzclip: Kurzclip: Rapper maxx im Studio.

„Das hat auf Anhieb funktioniert, so ein gutes Gefühl für Rhythmus und Texte hätte ich bei Jannik gar nicht vermutet“, sagt Wolff stolz. Bei acht Auftritten hat Jannik sein Talent inzwischen unter Beweis gestellt, zum Beispiel auf der Wehlheider Kirmes, beim Zissel oder beim Stadtfest in Kassel. 2011 hat er ein paar Lieder online veröffentlicht, zum Beispiel „Traumreise“.

Mit dem Höhepunkt seiner bisherigen Bühnenerfahrungen kam dann die Erschöpfung: Jannik stand in der Kinder-Musikshow „D!’s Hall of Fame“ in Berlin im Finale auf der Bühne. „Das war das Tollste überhaupt.“

Kurzclip: Rapper maxx aus Niedenstein

Aber danach brauchte er erst einmal eine Pause: „Es war zu anstrengend mit Schule und meinen Hobbies.“ Jannik geht gern joggen, Rad fahren oder fährt mit einem Stunt-Roller auf der Halfpipe. Gerne auch mit seinen acht und vier Jahre alten Schwestern Jessica und Shania. Obwohl er eigentlich eine Pause von der Musik machen wollte, kamen Jannik immer wieder neue Ideen für Liedtexte. „Jetzt ist die Pause vorbei: Ich habe gemerkt, dass mir was fehlt, wenn ich keine Musik mache“, sagt er.

Jetzt hofft er, bis zum kommenden Jahr zwölf Lieder auf eine CD zu bekommen und auf der 1100-Jahr-Feier oder dem Hessentag in Kassel aufzutreten. Dann kann seine Traumreise weiter gehen: Er möchte später Musiker werden.

„Das ist verdammt schwer“, warnt ihn sein Vater Andreas Wolf. Ganz entspannt kontert Jannik: „Man hat nur ein Leben. Das sollte man nutzen.“

Quelle: HNA

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