Maria und Heinz Fach feiern heute Diamantenen Hochzeit – Sie mussten oft um ihre Liebe kämpfen

Ein Treffer mitten ins Herz

Ein tiefer Augen-Blick genügte: Maria und Heinz Fach feiern heute ihre Diamantene Hochzeit. Foto: Ehl-von Unwerth

Homberg. Es war Liebe auf den ersten Blick. Als sich Maria Langer und Heinz Fach bei einer Karnevalsveranstaltung im Waltherschen Saal in Homberg erstmals begegneten, schoss Amor seinen Liebespfeil ab. Den Treffer mitten ins Herz besiegelten sie mit der Hochzeit am 16. Mai 1953.

Dass es ein Schuss mit Langzeitwirkung war, zeigt sich nun, sechs Jahrzehnte später. Heute feiern beide ihre Diamantene Hochzeit.

Maria Fach wuchs im Kreis Freiwaldau im Sudetenland auf. Nach der Aussiedlung 1946 fand die damals 17-Jährige mit ihrer Familie in Sipperhausen eine neue Heimat.

Initiative ergriffen

Der gebürtige Homberger Heinz Fach erblickte die attraktive, junge Frau erstmals beim Karneval im Jahre 1951. Er verguckte sich sofort in sie, ergriff auch rasch die Initiative und nannte sie schon nach dem ersten Tanz liebevoll Ria, verrät er schmunzelnd.

„In der Folgezeit mussten wir mehrfach um unsere Liebe kämpfen“, beteuert Maria Fach.

So blieb sie aus Liebe zu ihrem Heinz in Nordhessen, als ihre Familie 1952 nach Fichtelberg in Bayern zog. „Diesen liebevollen Menschen wollte ich auf keinen Fall verlassen – und das habe ich bis heute nie bereut.“ Sie verlobten sich und heirateten im folgenden Jahr am Tag der Silberhochzeit von Marias Eltern in Fichtelberg.

Bis zur Geburt der beiden Töchter Heike und Anette arbeitete Maria Fach in der Landwirtschaft sowie in einer Kartonagenfabrik. Ihr Ehemann war 35 Jahre lang als Raumausstattermeister bei Möbel Höse in der Homberger Untergasse beschäftigt, wo sich auch die Wohnung der Familie befand. Nach der Möbelhaus-Schließung machten sich die Eheleute 1982 in den Räumlichkeiten als Gardinen- und Teppichausstatter selbstständig.

Den Ruhestand genießt das Ehepaar seit 1997 in einer gemütlichen Innenstadt-Wohnung und im Garten am Mirzenberg. Neben dem langjährigen Engagement in diversen Vereinen widmen sich die Jubilare gern den Familien ihrer beiden Töchter mit vier Enkeln und einem Urenkel. Gesundheit ist ihr größter Zukunftswunsch: „Damit wir unser gemeinsames Ritual von Morgenkuss und Abendgebet noch lange miteinander teilen können“, sagen beide.

Von Sigrid Ehl-von Unwerth

Quelle: HNA

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