Schauspieler ernteten viel Applaus für ihren Sommernachtstraum

Kulturstall Deute: Ein Elf treibt Schabernack

Deute. Puck, Oberon, Hermia und Lysander gehören zu William Shakespeares Drama „Ein Sommernachtstraum“, ebenso wie der Kulturstall nach Deute. Die Komödie steht zurzeit auf dem Spielplan der Amateurschauspieltruppe. Am Freitag hatte die Inszenierung unter der Regie von Thomas Hof Premiere.

Die Sitzplätze auf dem Löwenhof in Deute waren voll besetzt und das Publikum ließ sich in dem romantischen Ambiente des Ortes von den Darstellern verzaubern und in das Reich der Elfen entführen.

Im Wald, fernab von Athen suchen die Liebenden Hermia (Alina Bartolmai) und Lysander (Lukas Michael) ihr Glück, denn zu Hause wartet auf Hermia die Hochzeit mit Demetrius (Tobias Meyer), den sie nicht liebt. Aber der Freier folgt den beiden und auch Helena (Nadine Knauer), die hinter Demetrius her ist, befindet sich im Wald.

Streit im Elfenhaus

Dort lebt der Elfenfürst Oberon (Mario Schönewald) mit seiner Gattin Titania (Birgit Göbel). Die beiden haben einen Streit und um sich an Titania zu rächen, ersinnt Oberon einen Zauber. Sie soll sich durch einen Trank in den verlieben, den sie beim Erwachen zuerst erblickt.

Durch Zufall ist eine Gruppe Handwerker, die ein Schauspiel einstudieren wollen, vor Ort. Der Elf Puck (Lena Michael), Oberons Handlanger, sorgt dafür, dass sich Titania in den Dümmsten der Handwerker verliebt. Was bei Titania wirkt, soll der armen Helena, deren Wehklagen über die Ablehnung des Demetrius Puck gehört hat, helfen. Doch es kommt, wie es kommen muss, anstatt den Demetrius zu verzaubern, bekommt Lysander den Liebestrank und glaubt sich nun Helena verschrieben. Um seinen Fehler zu korrigieren, flößt der Elf auch Demetrius den Trank ein, der ihn Helena lieben macht. Das Durcheinander ist perfekt.

Bilder der Aufführung

Kulturstall Deute zeigte den Sommernachtstraum

Die gekonnte Darstellung aller Schauspieler sorgte für Begeisterung und Vergnügen bei den Zuschauern. Viel Spaß hatten auch die Schauspieler bei den Proben.

Mit Thomas Hof hat sich der Kulturstall in diesem Jahr wieder einen Profi an die Seite geholt. Der Schauspieler und Theaterpädagoge überlegte nicht lange und führte gerne Regie. „Das Ensemble hat immer schnell auf meine Anweisungen reagiert, meinen Wahnsinn aufgenommen, weiter entwickelt und das Stück gerockt“, sagte Hof.

Hof will wieder kommen

Dafür bekamen die Beteiligten den verdienten Lohn: Lang anhaltender Applaus am Ende des Stückes zeugte von der Begeisterung und Einigkeit des Publikums über die Leistung Aller. Und Hof kündigte an: „Wenn ich es nächstes Jahr wieder machen darf, mache ich es auf jeden Fall.“

Von Christl Eberlein

Quelle: HNA

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