ASC lädt ins Lindenwäldchen nach Melsungen ein

Trial-Meisterschaften: Der harte Weg zum Ziel

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Der Lokalmatador: Lukas Hoppe aus Melsungen hat bei den Meisterschaften im Lindenwäldchen ein Heimspiel. Dort trainiert er mehrmals in der Woche.

Melsungen. Nicht schnell, sondern vielmehr wendig müssen die Fahrer mit ihren Trialfahrrädern sein, wenn sie gewinnen wollen. Auf kniffligen Parcours aus Baumstämmen und Felsen tragen die Sportler ihre Wettkämpfe aus.

Solche Parcours gibt es auch im Lindenwäldchen an der Freilichtbühne in Melsungen. Am kommenden Wochenende, 10. und 11. August, trifft sich dort die Elite der deutschen Fahrradtrialsportler. Die Wettkämpfe beginnen am Samstag um 12 Uhr. Am Sonntag gehen die Trialfahrer ab 10 Uhr auf die Strecke. Der Eintritt ist frei.

Am Samstag steht zunächst der Hessencup auf dem Programm. Dafür können sich Fahrer ab 10 Uhr anmelden. Beim vierten Lauf der Norddeutschen Fahrradtrialmeisterschaft am Sonntag beginnt die Meldung der Fahrer um 8.30 Uhr.

EM der Jugend fällt aus

Die angekündigte Jugend-Europameisterschaft fällt laut Veranstalter aus. "Leider gab es Schwierigkeiten bei der Absprache zwischen den internationalen Verbänden", erklärte Spartenleiter Fahrradtrial des ASC Melsungen Ralf Salzmann. Deshalb hätten Fahrer aus Frankreich und Italien aufgrund parallel stattfindender Wettkämpfe nicht teilnehmen können. "Eine Europameisterschaft mit nur deutschen Fahrern wollten wir nicht."

Beim Trialfahren kommt es darauf an, das Fahrrad in jeder Situation perfekt zu beherrschen. Die Sportler fahren nicht nur, sie hüpfen und springen auf dem Hinterrad über die Hindernisse. Konzentration, Kraft, Körperbeherrschung, Ausdauer und Mut sind gefordert. Die Fahrer müssen clever sein, um für jede Situation die richtige Fahrtechnik zu wählen.

Ziel der Fahrer bei Wettkämpfen ist es, Boden und Hindernis so selten wie möglich mit dem Körper zu berühren, während sie die Hindernisstrecke fahren.

Kabelrollen und Ölfässer

Die Strecken, auch Sektionen genannt, sind oft so schwierig, dass es selbst zu Fuß nicht leicht ist, sie abzulaufen. Eine Sektion ist ein Geländeabschnitt, der mit Bändern und Pfeilen versehen ist, welche die Fahrspur ausweisen. Sie sind in Kategorien unterteilt. Jede Kategorie wird durch eine eigene Farbe gekennzeichnet. Eine Sektion enthält verschiedene Elemente: Steile Auf- oder Abfahrten, Wurzelpassagen, Felsen, Baumstämme, Schotter, Schräghange und Schlammpassagen. Andere Hindernisse sind Betonröhren, Paletten, Kabelrollen, Bretter, Ölfässer und Autos. Je nach Wettbewerb müssen vier bis acht Sektionen mehrfach durchfahren werden.

Von Jonathan Vorrath

Quelle: HNA

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