Trockenheit: Landwirte fürchten Ernteausfall - Waldbrandgefahr wächst

Schwalm-Eder. Die anhaltende Trockenheit in den vergangenen Tagen und Wochen lehrt Förster und Landwirte das Fürchten.

Vor erhöhter Waldbrandgefahr warnte der Deutsche Wetterdienst schon vor dem langen Osterwochenende. Sie stieg auf Gefährdungsstufe vier – Stufe fünf ist die höchste. „Dass der April so trocken ist und Waldbrandgefahr droht, das ist nicht normal“, sagt Brigitte Klante vom Deutschen Wetterdienst, Bereich Agrarmetereologie.

Ein zu kalter und zugleich zu trockener Winter sei schuld daran, dass die Böden nicht gut genug gewässert wurden. Die Trockenheit dauere schon seit Mitte Februar an, sagt Klante.

Gerade Sommergetreide das im Frühjahr ausgesät wird, habe große Schwierigkeiten zu sprießen. Mais und Hafer beispielsweise ziehen das Wasser aus den oberen Schichten des Bodens – und genau dieses Wasser fehle jetzt. Wenn es noch länger so warm und trocken bleibe, könnte es im Sommer sogar zu Ertragseinbußen kommen, befürchtet Klante.

Kein Getreide, keine Bäume

Das bestätigt auch Dr. Bernd Wenck, Geschäftsführer des Kreisbauernverbands Schwalm-Eder. „Die Landwirte wünschen sich dringend Regen“, sagt er. Den Feldern fehle das Wasser, um die Pflanzen zu versorgen. Wenn es auf Dauer so bleibe, sagt Dr. Wenck, müsse man damit rechnen, dass es zu einem Ernteausfall komme, weil Pflanzen abstürben.

Diese Bedenken teilt Ulrich Gerhold, der stellvertretende Leiter des Forstamts in Jesberg. Die Mitarbeiter des Forstamts haben die Pflanzarbeiten im Wald mittlerweile sogar eingestellt, berichtet er: „Gerade neu gepflanzte Bäume brauchen in der Anwuchsphase viel Wasser.“ Gerholds Hoffnung: dass die ungewöhnliche Trocken-Periode bald vorüber geht. HINTERGRUND, ZUM TAGE, LOKALSEITE 2

Quelle: HNA

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