Die Firma RM-Electronic hatte zum 7. IT-Security-Tag nach Fritzlar eingeladen

Von Trojanern und Viren

Informationen: Der Organisator des Security-Tages, Rudi Marquardt (links), und Mario Hommel von der Borkener Raiffeisenbank. Foto: Zerhau

Fritzlar. Mit dem Kino in Fritzlar hatten sich die zehn Aussteller des 7. nordhessischen IT-Security-Tages einen ungewöhnlichen, aber effektiven Ort ausgesucht. Im Foyer des Kinos informierten sie über die Gefahren, die durch Viren für PC und Laptop bestehen. Viele meist junge Leute, von denen die meisten im Internet surfen, nutzten die Zeit vor oder nach dem Kinobesuch, um sich zu informieren.

Wie der Organisator des Security-Tages, Rudi Marquardt von der Kleinengliser Firma RM-Electronic, sagte, gab es Informationen in Hülle und Fülle: von der Notstromversorgung über Firewalls, Virenscanner bis hin zum bestmöglichen Schutz für PC und Server.

Ministerien und mehr

Es wurden Hardware-Versicherungen angeboten, das Wirtschaftsministerium Hessen stellte Hessen-IT vor und andere Firmen informierten über Datensicherung, Virenschutz und Servertechnologien.

Wie schnell man sich einen Trojaner einhandeln kann, erklärte Rüdiger Trost von der Firma F-Secure. Die Verbreitungsmöglichkeiten seien sehr unterschiedlich. Das könne ein fremder oder gefundener USB-Stick sein, ein auf sozialen Netzwerken geposteter Link oder ein Download aus dem Internet. Eine mögliche Gefahr bestehe auch durch die Nutzung von Online-Banking.

Trojaner würden aber nicht nur eingesetzt, um Computernutzer zu schädigen, sondern auch, um sie auszuspionieren. Landeskriminalämter sollen Trojaner eingesetzt haben, um verdächtige Menschen über deren Rechner auszuspionieren und zu überwachen.

Online-Banking

Sicherheit für die Nutzer von Online-Banking stellte Mario Hommel von der Borkener Raiffeisenbank vor. Der bisher genutzte TAN-Bogen der Banken ist überholt, da mit dieser Art des Online-Bankings durch gezielt eingesetzte Trojaner (Spionageprogamme) die Möglichkeit bestand, die Empfängerkontonummer zu ändern und so den Bankkunde zu schädigen. Der TAN-Bogen fällt weg, dafür kann man jetzt die TAN per SMS von der Bank anfordern oder auch mit dem TAN-Generator arbeiten, der wie ein kleiner Taschenrechner aussieht. Zusammen mit der Bankkarte wird die Nummer im Display angezeigt.

Die Geräte sind bei den meisten Banken für zehn Euro zu bekommen. Eine weitere Möglichkeit für sicheres Online-Banking ist das Homebanking Computer Interface (HBCI)-Verfahren. Dabei wird ein Gerät mit USB-Kabel am Rechner eingesteckt, dazu ist eine Zusatzsoftware für das Homebanking erforderlich, die wie das Gerät selbst bei den Banken zu bekommen ist.

Weiterhin erforderlich ist eine HBCI-Karte, die ausschließlich für das Homebanking zu nutzen ist. Sie dient zur Identifikation des Nutzers und zur Verschlüsselung seiner Daten.

Kosten für den Nutzer entstehen in Höhe von 40 Euro für das Gerät und zehn Euro für die HBCI-Karte. (zzp)

Quelle: HNA

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