Trotz Finanznot: Zirkus verlässt offenbar Felsberg

Wieder verschwunden: Vor zwei Wochen stellte der Zirkus auf dem Festplatz seine Wagen ab. Jetzt zieht er offenbar weiter. Archivfoto: Koch

Felsberg. „Ich habe den Eindruck, der Zirkus zieht weiter“, sagt der Felsberger Bürgermeister Volker Steinmetz über den Zirkus Alfredo.

Vor zwei Wochen haben die Zirkusleute – die in Niedervorschütz überwintert haben – einige Zirkuswagen auf dem Festplatz an der Ederwiese in Gensungen abgestellt. Mittlerweile sind die Wagen des finanzschwachen Zirkus von dem Platz unterhalb der Brücke von Gensungen nach Felsberg verschwunden.

Zuvor hatte die Stadt Felsberg dem Zirkus eine Frist gesetzt, um die Wagen zu entfernen. Es sei von Anfang an klar gewesen, dass das Abstellen der Zirkuswagen auf dem Festplatz Ederwiese keine Dauersituation werden soll. „Die Zirkusleute durften ihre Wagen temporär abstellen“, erklärt Steinmetz.

In der vergangenen Woche baten die Zirkusleute die Stadt Felsberg darum, auf dem Gensunger Festplatz gastieren zu dürfen. Schon da stellte sich heraus, dass der Zirkus Alfredo kein Geld hat, um sein Gastspiel zu bezahlen.

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Ein Gespräch der Zirkusleute mit Steinmetz – wegen eines Auftritts – kam nicht zu Stande. Er habe mit den Zirkusleuten telefoniert, sagt Steinmetz. Dabei habe er klar gemacht: Ein Gastspiel in Gensungen sei nur unter denselben Konditionen möglich, die alle anderen Veranstalter auch erfüllen müssen. Dazu gehöre auch das Hinterlegen einer Kaution.

Auch in Niedervorschütz stehen nach Angaben von Steinmetz nur noch einige Zirkuswagen auf der Wiese und vier Wohnwagen auf dem Hof von Eckhardt Benninger. Er hatte dem Zirkus seinen Bauernhof in der Burgwiese als Winterquartier überlassen. In Niedervoschütz kam es immer wieder zu Beschwerden aufgrund des Zustandes des Grundstücks. „Das ist kein anzustrebender Ordnungszustand“, sagt Steinmetz. Und: „Die Zustände in der Burgwiese sind unhaltbar.“

Das Ordnungsamt hätte darauf hingewirkt den Zustand zu verbessern. Allerdings sei dies schwierig, da es sich bei dem Grundstück um eine Privatfläche handelt. „Was ordnungsrechtlich getan werden kann, wird getan“, sagt Steinmetz. (yvk)

Quelle: HNA

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