Trotz Gebührenerhöhung großes Finanzloch im Malsfelder Etat

Malsfeld. Die Gemeinde Malsfeld arbeitet im kommenden Jahr erstmals in ihrer Geschichte mit einem nicht ausgeglichenen Haushalt. Das teilte Bürgermeister Herbert Vaupel bei der Vorstellung des Zahlenwerks mit.

Knackpunkt: Nach den von der Verwaltung vorgelegten Eckdaten klafft im Ergebnishaushalt ein Finanzloch von 638.300 Euro. Hätte das Parlament nicht etliche Steuern und Gebühren erhöht (wir berichteten), wäre das Defizit nach Berechnungen der Verwaltung im nächsten Jahr noch einmal um 217.000 Euro höher ausgefallen.

„Malsfeld trifft die Situation innerhalb des Schwalm-Eder-Kreises am schlimmsten“, sagte Herbert Vaupel mit Blick auf mögliche Neuregelungen beim Finanzausgleich. Konkret erwarte man bei steigenden Ausgaben wie der Schulumlage einen Einnahmerückgang unter anderem bei Steuern und Zweisungen von kanpp einer Million Euro – zum Vergleich: 2010 investierte Malsfeld gut 1,7 Mio. Euro.

Investitionsprogramm für 2011

Das Investitionsprogramm fürs nächste Jahr weist unter anderem folgende Schwerpunkte aus:

• Ausbau Kindergarten: In Malsfeld soll für unter Dreijährige ein neuer Turnraum gebaut werden. Hinzu kommen Arbeiten im sanitären Bereich und die Installation von aufrollbaren Vorhängen. Gesamtkosten: 248.000 Euro.

• Dorferneuerung: Ostheim erhält für 140.700 Euro einen Platz mit einem Wartehäuschen und einer Toilettenanlage. 51.000 Euro stehen für eine Ortsdurchgrünung und die Herstellung einer Chronik zur Verfügung.

• Käranlage: An einem Becken müssen für 61.000 Euro Tauchkörper, Schlammräumer und Belüfterketten erneuert werden.

• Straßenbau: Der Ausbau der Straße Falkenkopf in Elfershausen kostet 150.000 Euro.

• Kehrmaschine: Zusammen mit anderen Gemeinden möchte Malsfeld eine Kehrmaschine kaufen. Der Anteil der Fuldagemeinde beträgt 20.000 Euro.

• Rittergut: Das Gut soll mithilfe des hessischen Stadtumbauprogramms neu gestaltet werden. Die veranschlagten Kosten sind mit 500.000 Euro angegeben, ohne das ein Baubeginn im nächsten Jahr zwingend ist.

• Fußgängerschutz: Die stillgelegte Eisenbahnbrücke an der alten Strecke Malsfeld-Treysa erhält zum Schutz von Spaziergängern für 20.000 Euro ein Geländer.

• Jugendraum: Elfershausen bekommt für 20.000 Euro ein Jugendhaus.

• Brandschutz: 8000 Euro steckt die Gemeinde in den Brandschutz, beschafft werden unter anderem Kleidung und Ausrüstungsdinge.

• Freizeitgelände Beiseförth: Das Areal soll neu gestaltet werden - 2011 gibt’s zunächst ein Konzept für 20 000 Euro.

• Bauhof: Der Schornstein des Betriebsgebäudes muss neu eingefasst und eine Kreissäge ersetzt werden. Kosten: 3500 Euro. (lgr)

Quelle: HNA

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