Nachtragshaushalt passierte Parlament

Trotz geringerem Defizit: Misere bleibt

Oberaula. Das Defizit ist noch einmal gesunken und so steht der Nachtragshaushalt der Gemeinde Oberaula nun mit einem Fehlbetrag von 400 000 Euro in den Büchern. Das Zahlenwerk wurde am Freitag in der Sitzung der Oberaulaer Gemeindevertreter einstimmig angenommen.

CDU-Sprecher Toni Soller fand es allerdings bedenklich, wie sich die Zahlen in den vergangenen Jahren entwickelt hätten. Im Jahr 2000 habe der Haushalt 4,5 Millionen Euro Schulden aufgewiesen, 2011 seien es 10 Millionen Euro. „Wir müssen sparen, aber wir können unsere Kommune nicht kaputt sparen“, sagte er. Investitionen müssten mit Weitsicht getätigt werden wie das etwa beim Kauf der Raifeisenhalle geschehen sei. Mit der Installation der Photovoltaikanlage werde sich der Kaufpreis in 20 Jahren selbst finanziert haben. Schuld an der finanziellen Misere sei die Verpflichtung der Kommunen, den Kanal zu erneuern.

Das sah auch Marianne Hühn ( SPD) so: Die Arbeit in den Gemeinden gleiche mittlerweile einem Spagat. Auf der einen Seite wolle man die Lebensqualität in den Dörfern erhalten auf der anderen Seite seien alle Gemeinden hoch verschuldet. Wenn es wie angekündigt zur Erhöhung der Grundsteuer käme, seien die Menschen in der Region weiter die Leidtragenden. „Die Situation der Gemeinden gleicht der finanziellen Situation Europas“, meinte Hühn.

Von Christine Thiery

Quelle: HNA

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