Alexandra Gutheil wurde Deutsche Meisterin im Lkw-Geschicklichkeitsfahren

Truckerin will Weltpokal

Grund zur Freude: Alexandra Gutheil setzte sich bei den Deutschen Meisterschaften durch und belegte den ersten Platz. Foto: nh

Todenhausen. Alexandra Gutheil strahlt immer noch. Die 32-Jährige aus Todenhausen hat bei den Deutschen Meisterschaften im Lastkraftwagen-Geschicklichkeitsfahren den ersten Platz bei den Frauen belegt.

17 verschiedene Aufgaben musste sie in der Kategorie Führerscheinklasse C bewältigen. Da geht es unter anderem um zielgenaues Fahren und darum, die Höhe und Breite des Lastkraftwagen in verschiedenen Situationen einzuschätzen.

Am Ende nahm sie den Siegerpokal in Herrenberg im Schwarzwald entgegen. Im Gesamtklassement, Herren und Frauen zusammen, belegte sie Platz sieben.

Alles fing für Alexandra Gutheil beim Paketdienst an. Dort arbeitete sie während ihres Abiturs: „Ich habe oft zugesehen, wie die großen Lastkraftwagen be- und entladen wurden. Ich dachte mir, so einen Lkw möchte ich auch einmal fahren.“

Gesagt. Getan: In Augsburg begann sie eine Ausbildung zur Berufskraftfahrerin. Zufällig stieß sie wenig später in einer Zeitung auf einen Artikel über Meisterschaften von Berufskraftfahrern, „ich wusste vorher nicht, dass es da auch sportliche Wettkämpfe gibt“..

Ehrgeizig und interessiert, wie sie nun mal sei, meldete sie sich gleich zu einem Wettkampf an. „Ich wollte sehen, ob ich das genauso gut kann, wie die anderen. Ich bin auch nicht Letzte geworden“, erklärt sie.

Eigenes Team

Sechs Jahre später ist sie nun Deutsche Meisterin, hat ein eigenes Team aufgebaut und träumt von der Weltmeisterschaft. Um an denen teilzunehmen, muss ein Fahrer bei zwei Deutschen Meisterschaften hintereinander unter die ersten Drei kommen. Das gelang Alexandra Gutheil noch nicht, deswegen muss sie hoffen, dass jemand abspringt. „Die Chancen stehen gar nicht schlecht, da die Meisterschaften in Südafrika stattfinden und die Kosten sehr hoch sind“, sagt Alexandra Gutheil. Für sie stellt sich die Kostenfrage jedoch nicht. „Wenn ich die Chance bekomme, dann bin ich dabei.“

Sie wäre die erste Frau, die dann für Deutschland am Start wäre. Sollte es nicht klappen, dann ist dies für sie auch nicht schlimm, denn sie will noch viele Jahre an Wettbewerben teilnehmen.

Dafür sucht die Truckerin noch Sponsoren. Der jetzige Erfolg könnte da sehr hilfreich sein.

Von Florian Quanz

Quelle: HNA

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