Tschüss, erste Liebe! Pfarrerin Sabrina Elcik verlässt Rengshausen

+
Sabrina Elcik und Ehemann Andreas vor der Kirche in Rengshausen nach beim Abschied von der Gemeinde. Tochter Elisabetha war mit den Großeltern im Urlaub. Foto: Thiery

Rengshausen. „Die erste Pfarrstelle ist wie die erste Liebe, die vergisst man nie", sagte Sabrina Elcik zu ihrem Abschied als Pfarrerin in der Kirche in Rengshausen. Die 35-Jährige verlässt den Ort und tritt eine Stelle in Löhlbach im Kellerwald an.

Elcik war sechs Jahre Pfarrerin in Rengshausen und später für den neu gegründeten Pfarrbezirk I in Knüllwald zuständig. Als sie im November 2008 die Stelle annahm, war sie noch blutjunge 29 Jahre. „Sabrina Elcik hat sich in den Jahren ihrer ersten Pfarrstelle um die Gemeinde verdient gemacht“, sagte Dekanin Sabine Tümmler beim Abschiedsgottesdienst am Sonntag und wies auf deren Arbeit mit der Umstrukturierung und dem Bau des Kindergartens hin.

„Sie hat die Liebe Gottes direkt in die Herzen der Menschen gesprochen“, sagte sie. Und so war der Abschiedsgottesdienst auch von Herzlichkeit getragen.

Von überall kamen die guten Wünsche für die junge Pfarrerin, die nicht nur in der Gemeinde eine Liebe fand. Auch privat hat sie sich während ihrer Zeit in Rengshausen verliebt und lernte dort ihren Mann Andreas kennen, heiratete und bekam Tochter Elisabetha (3).

Die Familie ist es dann auch, die sie veranlasst, die Stelle zu wechseln. Ihre Eltern leben im Kellerwald in Dodenhausen und sie sucht ihre Nähe, auch weil so Familie und Beruf besser zu vereinbaren sind. „Da war ich froh, dass es mit der Bewerbung gleich geklappt hat“, sagt sie.

Veränderungen sieht die junge Frau dann auch positiv. Sie wies auch auf die Umstrukturierungen in der Kirche hin, die nicht immer einfach seien. Man solle Abstand von der Zentriertheit auf den Pfarrer nehmen, meinte sie. Kirche sei vor allem gelebtes ehrenamtliches Engagement.

Wohl habe sie sie sich gleich in der Knüllgemeinde gefühlt. „Ich war hier sehr gut angekommen und bin gut aufgenommen worden“, meint sie. Sie habe viele nette Freundschaften geschlossen. Sie spielte sogar im Remsfelder Verein Fußball. Daher gehe sie mit auch mit einem weinenden Auge.

„Es war eine schöne Zeit“, fügt sie hinzu. Aber die Familie sei das wichtigste. Und es werde schön sein, wenn Opa und Oma sehen, wie das Enkelchen groß wird.

Ehemann Andreas wird weiter in Homberg arbeiten. Der 45-Jährige stammt aus der Kreisstadt und arbeitet bei AKH. Es sind von dort 45 Kilometer bis nach Löhlbach. „So weit ist es also gar nicht weg“, sagen beide.

Von Christine Thiery

Quelle: HNA

Kommentare