Lanz, Bulldog und Co. waren Besuchermagneten bei Schau der Oldtimerfreunde

Tuckernde Kostbarkeiten

Hier war Muskelkraft gefragt: Acht Mannschaften, darunter die Feuerwehr Neukirchen, stellten sich dem Wettkampf im Schlepperschieben. Von links: Uwe Götz, Bernd Reinhardt, Klaus Hünerkopf, Ingo Schwalm und als Lenker Klaus Hartmann. Fotos: Mühling

Neukirchen. Die Stadt Neukirchen war am Wochenende das Mekka der Traktoren- und Bulldogfreunde. Bei bestem Frühlingswetter mit sommerlichen Temperaturen waren hunderte Besucher auf dem Gelände der Baufirma Nappe im Elsebeetweg unterwegs, um sich bei der Oldtimerschau der Oldtimerfreunde Urbachtal die dieselgeschwängerte Luft um die Nase wehen zu lassen und die zum Teil sehr alten Schätzchen zu bewundern und kräftig zu fachsimpeln.

Knapp 80 Fahrzeuge konnte man bereits am Samstag bestaunen, von denen viele am Nachmittag zu einer Ausfahrt starteten. Am Sonntag standen dicht an dicht 200 Oldtimer, darunter auch Autos und Motorräder, auf dem Gelände.

Die Werbetour, die die Oldtimerfreunde Urbachtal im Vorfeld mit neun Schleppern und einem Mercedes Benz 220 SL über Knüll und Eisenberg gemacht hatten, schien sich gelohnt zu haben. Uwe Nappe, 1. Vorsitzender des Vereins, war mit Teilnehmer- und Besucherzahlen sehr zufrieden und freute sich über das große Interesse, das die alten Gefährte bei den Gästen weckten.

Mit der Säge am Baum

Hartmut Keim aus Remsfeld war mit seinen Motorsägen angereist und schnitzte aus einem Eichenstamm von 80 Zentimeter Durchmesser einen Lanz Traktor mit Hänger. Der Motorsägen-Bildhauer, der regelmäßig bei den Waldarbeitermeisterschaften teilnimmt, hatte für den Holz-Traktor rund 15 Stunden Arbeitszeit angesetzt, sodass er das Werkstück in der heimischen Werkstatt fertig stellen wird. Dann können sich die Kinder des Kindergartens Birkenallee freuen, denn der Lanz Traktor wird in ihrem Garten seinen Platz finden. Eine Premiere war der Wettkampf Mannschafts-Schlepperschieben am Sonntag. Eingeladen waren Mannschaften aus Vereinen und Firmen aus Neukirchen und Umgebung. Jeweils fünf Personen, ein Lenker und vier Schieber, mussten mit Muskelkraft einen Normag NG22, Baujahr 1942, mit knapp 2000 Kilogramm Eigengewicht über eine Strecke von über 100 Meter ins Ziel schieben.

Schweißtreibende Aktion

Die Zeit wurde per Lichtschranke gemessen und war auf die Tausendstel Sekunde genau. Acht Mannschaften stellten sich dem schweißtreibenden Wettkampf. Sieger wurden mit 34,587 Sekunden die Heimbächer, Anwohner des Neukirchener Heimbachwegs. Sie konnten das Preisgeld in Höhe von 150 Euro mit nach Hause nehmen. Auch eine Damenmannschaft trat an, allerdings außer Konkurrenz.

Von Isa Mühling

Quelle: HNA

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