Türmerstube ist Magnet: 25.000 Besucher in Hombergs höchster Wohnung

Homberg. Die 217 Stufen bis in die Türmerstube an der Homberger Stadtkirche lohnten sich für Klaus Mayr besonders. Der Jesberger aus dem Ortsteil Elnrode/Strang wurde kürzlich offiziell als 25.000 Besucher in der Stube gezählt.

Klaus Mayr hatte mit seinem Verein, dem Posaunenchor Schlierbach, die Kreisstadt besucht. Es war seine erste Stadtführung durch die Homberger Altstadt.

„Wir haben schon viele Stadtführungen mitgemacht - aber noch nie eine in Homberg.“

Nach den offiziellen Statistiken – in diesem Falle die Eintragungen im Gästebuch – haben nun 25 000 Menschen die Räume besichtigt, in der früher die Homberger Türmer lebten und die Menschen vor Gefahren wie Feuer warnten. Die Homberger Touristik Fachleute aber schätzen die tatsächliche Zahl der Besucher der höchst gelegenenen Wohnung der Kreisstadt viel höher.

Gästebuch liegt in der Stube

„Viele Menschen tragen sich ja gar nicht ins Gästebuch ein“, sagte Frank Ellerkamm, Vorsitzender der Knüll-Touristik. Dieses Buch liegt seit dem 12. September 1998 auf dem Schreibtisch aus, der in der Stube im Kirchturm steht. Der ehemalige Türmer Fritz Dreytza, der im vergangenen Juni verstorben ist, hatte es angeschafft und akribisch eine jede Eintragung gezählt.

800 Führungen im Jahr

Auch Martina Bülter, Mitarbeiterin der Knüll-Touristik glaubt, dass es eher doppelt so viele Menschen seien, die in dieser Zeit die vielen Stufen zur Turmwohnung hinauf geklettert sind. Auch Martina Bülter führt Buch. Sie zählt pro Jahr etwa 800 Führungen, allein 170 Touren bei Nacht gebe es jedes Jahr. Einen großen Anteil machten auch Einzelführungen sowie Schulklassen und Kindergärten aus.

Unter den Homberger Touristen seien viele Tagesgäste. Dazu gehörte auch die Gruppe aus Elnrode/ Strang. Sie verbrachte ein Übungswochende im Boglerhaus, als sie von dort einen Abstecher nach dabei Homberg unternahmen.

„Wir waren schon überall auf Besichtigungstour“, erklärte Klaus Mayr. „ Unser Verein hatte schon Stadtführungen in München, Frankfurt und Hamburg. Aber eine durch Homberg hatten wir noch nie – obwohl das doch so nahe liegt“, sagte Klaus Mayr. Die Tour durch die Kreisstadt bleibt dem Land- und Forstwirt aus dem Kellerwald aber garantiert in Erinnerung.

Quelle: HNA

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