Tumult vor Gericht

Tumult vor Gericht: Angeklagter ging vor der Verhandlung

Treysa. Laute Rufe auf dem Flur vor den Gerichtssälen am Amtsgericht Schwalmstadt ließen Strafrichter, Staatsanwalt und die Beteiligten einer laufenden Verhandlung aufhören.

Als der Richter kurze Zeit danach zur anschließenden Verhandlung in einem Fall von Bedrohung aufrief, erschienen nur die drei geladenen Zeugen, darunter die Lebensgefährtin des Angeklagten, vor Gericht.

Der Angeklagte selbst blieb der Verhandlung fern. Die Zeugen erklärten, der Angeklagte habe lauthals zugegeben, schuldig zu sein, sie als „Fotzenschleim“ beleidigt und soeben mit einem Freund das Gerichtsgebäude verlassen. Gegen einen Strafbefehl hatte der Angeklagte Einspruch eingelegt.

Da der Mann nicht vor Gericht erschienen war, verwarf das Gericht den Einspruch. Die Kosten des Verfahrens trägt der Angeklagte. (zhk)

Quelle: HNA

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