Waldjugendspiele im Stadtwald Naumburg mit Schüler der Schulen in Bad Emstal und Naumburg

Turbo-Lernen in der freien Natur

Interessierte Zuhörer: Der pensionierte Förster Ludwig Karner zeigt den Kindern im Stadtwald Naumburg die Abwurfstange eines Hirschgeweihs. Foto:  nh

Naumburg/Bad Emstal. Zum achten Mal fanden die Waldjugendspiele für Schüler der Christine-Brückner-Schule in Sand, der Elbetalschule Naumburg und der Grundschule Balhorn im Stadtwald Naumburg statt. Dort stellten die Kinder an zehn Stationen ihr Wissen, ihre Auffassungsgabe, Geschicklichkeit und ihren Teamgeist unter Beweis.

Es gab Aufgaben zu den Themen Nationalpark, Arbeitstechnik, Wildtierkunde, Vogelkunde, Ameisenökologie, Abfallwirtschaft und Baumarten.

„So viel, wie die Kinder hier an einem Tag mitnehmen, können wir in der Schule nicht in der doppelten Zeit vermitteln.“

Rainer Weishaar von Hessen-Forst dankte den Helfern aus dem Waldführer-Team des Naturparks, des Kreisjagdvereins, vom Nationalpark Kellerwald-Edersee, der Abfallberatung des Landkreises, dem Nabu und der Ameisenschutzwarte Schauenburg, Hessen-Forst und den engagierten Eltern, die durch die Betreuung der Stationen der Spiele ermöglicht hatten.

Klasse 4a gewinnt

Thomas Gurtmann, Lehrer der Christine-Brückner-Schule, spricht im Bezug auf die Pädagogik im Wald von „Turbo- Lernen“. „So viel, wie die Kinder hier an einem Tag mitnehmen, können wir in der Schule nicht in der doppelten Zeit vermitteln“. Am Freitag fand die Ehrung der Gewinner an der Christine-Brückner-Schule statt. Der Klasse 4a, die die meisten Punkte erkämpft hatte, wurde der Wanderpokal, ein aus Holz geschnitzter Frischling, überreicht. Jede Gruppe bekam eine Urkunde und ein Buch.

Susanne Dittmar, die Klassenlehrerin der erfolgreichen 4a betonte: „Die Waldjugendspiele sind eine sinnvolle Ergänzung zum Sachunterricht, in dem wir zu den Themen Wald, Vogelarten, Mülltrennung und Umweltschutz theoretisch und praktisch gearbeitet haben. Interessant war für mich und die Kinder die Station zu den Waldameisen. Ich freue mich über das Angebot von Klaus Nickel von der Ameisenschutzwarte, mit seinem Anschauungsmaterial auch an Schulen zu kommen.“

Hoher Stellenwert

Oskar Friedrich, stellvertretender Schulleiter der Christine-Brückner-Schule unterstreicht die Bedeutung der Waldjugendspiele für die Umwelterziehung, die schon ab der ersten Klasse fest im Schulprogramm verankert ist und einen hohen Stellenwert an der Schule hat. Im kommenden Jahr wird es die Fortsetzung der Waldjugendspiele geben, die im Staatswald Erzeberg zwischen Sand und Balhorn veranstaltet werden. (red/uli)

Quelle: HNA

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