Integration durch Sport 

TuSpo Borken setzt sich für Flüchtlingen ein

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Die Borkener Läufer sind in jeder Hinsicht schnell: Die Laufgruppe hat Flüchtlinge integriert. In der hellblauen Jacke Ali Al-Bander aus dem Irak , in der weißen Jacke Haile Esheze aus Äthiopien und in der blau-weißen Jacke ein weiterer Neuankömmling. Hinten rechts in der roten Jacke steht Lauftreffleiter Reinhold Jäger, davor Linda Keilbach, die als Dozentin den Deutschkurs leitete. 

Borken. Die Borkener Sportvereine setzen sich für die Integration von Flüchtlingen ein - und in vielen Fällen und Orten ist das sogar schon geglückt.

Der Sportverein Schwarz-Weiß Kleinenglis beispielsweise hat bereits junge Asylbewerber in die Fußballabteilung eingliedern können. Auch der TuSpo Borken hat sich des Themas angenommen und steht dabei mit dem Sport-Coach der Stadt, Horst Schäfer, in engem Kontakt.

„Es ist ein guter Anfang“, sagt Wesselin Mitew, Vorsitzender des TuSpo Borken. „Die ersten Neuankömmlinge probieren unsere Angebote aus und nehmen sie an.“ Beispielsweise verstärkten drei Flüchtlinge die Lauftruppe, die auch an etlichen Marathonläufen teilnehme.

Sportlich: Der Iraker Ali Al-Bander im TuSpo-Trikot.

Dazu gehören Haile Esheze (25) aus Äthiopien und Ali Al-Bander (28) aus dem Irak. Sie erhielten vom TuSpo die benötigte Ausstattung, wie Laufschuhe und Jacken, und legten los: Bei den Nordhessen- und Schwalm-Eder-Meisterschaften im Crosslauf starteten der Äthiopier und der Iraker, die beide gute Plätze belegten. 

Beide starteten für den TuSpo Borken beim Schwalm-Eder-Laufcup in Neukirchen, berichtet Lauftreffleiter Reinhold Jäger. Er hofft auf weiteren Vereinszuwachs aus Reihen der Flüchtlinge.

Doch bislang seien Haile Esheze und Ali-Al Bander die einzigen, die den Weg zum TuSpo gefunden haben, sagt Jäger. Zwar brächten sie Freunde zum Training mit, allerdings seien das eher Zuschauer als Sportler, sagt Jäger. 

Seine Hoffnung: Dass noch mehr der Neuankömmlinge das große Angebot sähen, das die elf Abteilungen des TuSpo Borken sowohl den Einwohnern als auch den Neuankömmlingen machten.

Insgesamt sechs jugendliche Flüchtlinge sind auch in der Tennisabteilung integriert, berichtet Abteilungsleiterin Nicole Reichard. Zwei von ihnen hatten schon Erfahrung im Umgang mit Tennisschlägern.

Um die Zugänge kümmert sich Trainer Antonio Albano, Hartmut Bick stellte sich als zusätzlicher Trainer für die Flüchtlinge zur Verfügung. Auch beim Kinderturnen richtet sich Ansprechpartnerin Brigitte Meister auf weitere Anfragen ein: Die fünfjährige Elenora Samson ist die erste, die regelmäßig zu Sport und Spielen kommt.

„Wir hoffen, dass die ersten Neugierigen, die zu uns kommen, noch einen Mitnahmeeffekt bei ihren Freunden schaffen“, sagt TuSpo-Vorsitzender Mitew. „Alle Abteilungen stehen bereit: Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit.“

Quelle: HNA

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