Typisierungsaktion für Marco Schultz: 453 Spender wollen helfen

Einige der Helfer: Sie waren dabei, um bei der Typisierungsaktion für Marco Schultz zu helfen. Foto: nh

Jesberg. Die Hilfsbereitschaft war riesig: 453 Menschen kamen am Samstag nach Jesberg zum Feuerwehrstützpunkt, um sich typisieren zu lassen.

Damit wollten sie Marco Schultz unterstützen und ihm Hoffnung geben. Der 44-Jährige ist an Blutkrebs erkrankt.

Marco Schultz ist bereits das zweite Mal an Blutkrebs erkrankt. Nachdem er nach einer Stammzellspende seines Bruders Maik drei Jahre lang als gesund galt, ist die Krankheit erneut ausgebrochen. Maik kann Marcos Leben verlängern, die Krankheit aber nicht heilen, denn seine Gewebemerkmale sind so identisch wie die eines Zwillings.

45 Helfer standen Samstag den ganzen Tag bereit. Es gab im Feuerwehrstützpunkt Kaffee, 55 Kuchenspenden, Gespräche: Und das Gefühl, etwas Sinnvolles zu tun. Unter anderem waren auch die Malteser der Rettungswache in Jesberg dabei und halfen im medizinischen Bereich. All diese Unterstützung sei sensationell, sagt Maik Schultz, Bruder von Marco Schultz. Sein besonderer Dank gilt Steffen Pretz, der die Aktion auf die Beine gestellt hatte.

„Wir sind dankbar für all die Hilfe von den vielen Menschen. Sie gibt uns Rückhalt“, betont Maik Schultz. So seien Menschen aus der ganzen Region und darüber hinaus zur Typisierung gekommen. „Fußballvereine kamen und das vor ihrem Spiel, das waren bewegende Momente“, sagt Maik Schultz.

Auch Marco Schultz war während der Typisierung (fast) live dabei - zumindest wurde er ständig via Handy mit Bildern und Informationen von seiner Frau versorgt. „Es hat sich total gefreut und war sehr gerührt“, sagt sein Bruder.

Derzeit liegt Marco Schultz auf der Intensivstation einer Klinik in Lübeck. „Es geht ihm nicht gut“, sagt sein Bruder. Doch jetzt habe die Familie neuen Mut geschöpft. „Bei der Typisierung wird ein Spender gefunden. Das wird so sein!“, daran lässt Maik Schultz keinen Zweifel. Das Ergebnis erwartet die Familie Ende der Woche. Derzeit würden die 453 Proben von der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) ausgewertet.

Quelle: HNA

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