Julia Arnold fuhr erstmals den Ötztaler Marathon - Nach 11:47 Stunden im Ziel

Mit dem Rad über vier Pässe

Pedalritter: Dirk Gutschank nahm zum zweiten Mal am Ötztaler Radmarathon teil. Für Julia Arnold war es in diesem Jahr die Premiere. Foto: zih

WOLFHAGEN. Der Ötztaler Radmarathon wird in der internationalen Szene als die Mutter und Messlatte aller Radmarathons bezeichnet. In diesem Jahr stand die Veranstaltung, die inzwischen zum 30. Mal stattfand, unter dem Motto „Ich habe einen Traum.“

Herausforderung

Diese drei Begriffe - Mutter, Messlatte und Traum - hatten auch für die Wolfhagerin Julia Arnold symbolischen Charakter. Denn die 38-Jährige ist Mutter von drei Töchtern, ihre erste Teilnahme an diesem Mammutunternehmen war für sie herausfordernde Messlatte ihrer Fitness und zugleich ein sportlicher Traum. Denn bisher hat sich Julia Arnold, die in ihrer Freizeit gerne schwimmt und Ski fährt, vor allem im Trikot des Laufteams Wolfhagen auf den Cross-Strecken beim Nordhessencup einen Namen gemacht. Doch der Ötztaler Radmarathon, den ihr ihr Vereinskamerad Dirk Gutschank - der diese Strapazen im Vorjahr erstmals auf sich nahm - schmackhaft machte, war da schon ein anderes sportliches Kaliber. Denn mit Start und Ziel in Sölden hieß es nicht nur Nonstop 238 Kilometer mit dem Rennrad zu bewältigen, sondern dabei auch insgesamt 5 500 Höhenmeter zu überwinden.

Auf der Strecke türmten sich nämlich die vier Alpenpässe Kühtai, Brenner, Jaufen sowie als höchster Punkt der Timmelspass (2509 Meter) vor den Teilnehmern auf. Dieser weist 1774 Höhenmeter und eine 31 Kilometer lange durchschittliche Steigunsanfahrt von rund 18 Prozent auf.

Weit mehr als 10 000 Fahrer bewerben sich alljährlich für den Ötztaler Radmarathon. Startkarten gibt es jedoch lediglich für 4000. Bei der 30. Auflage waren so exakt 4 173 Fahrer aus 27 Nationen am Start.

Und die durften, wenn sie in die Wertung kommen wollten, das vorgegebene Zeitlimit von 14 Stunden nicht überschreiten.

Natürlich konnten und wollten sich Julia Arnold und Dirk Gutschank nicht mit den Spitzenfahrern messen. Den sprichwörtlichen inneren Schweinehund überwinden und ins Ziel kommen - das war das Ziel der beiden Wolfhager. Und sie schafften es: Dirk Gutschank erreichte die Ziellinie in Sölden in 10:38 Stunden, Julia Arnold überglücklich nach 11:47 Stunden. Schnellster Fahrer bei den Herren war der Italiener Antonio Corradini mit 7:03 Stunden, als erste Frau war die Belgierin Edith von den Brande nach 7:49 Stunden im Ziel.

Begleitet und unterstützt wurden die beiden Wolfhager an der Strecke des Radmarathons vom „Dreamteam“ Antje Gabriel, Grit Ambros und Claudia Knobel. (zih)

Quelle: HNA

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