Rauchwarnmelder löste rechtzeitig aus

Überhitzte Bratpfanne sorgte für Feuerwehreinsatz

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Bratpfanne löste Einsatz in Felsberg aus.

Rhünda. Mit dem Einsatzstichwort „Wohnungsbrand – Vermutlich Personen im Gebäude“ wurden am Mittwochabend um 18.53 Uhr die Freiwilligen Feuerwehren Rhünda, Felsberg und Hilgershausen alarmiert.

Nachbarn und Mitbewohner hatten das schrille Pfeifen der Rauchwarnmelder gehört und Rauch aus einer Wohnung in der Straße „An der Rhünda“ kommen sehen. Sie meldeten sofort der Rettungsleitstelle in Homberg den Brand in dem Felsberger Stadtteil. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Rhünda hatte die Wohnungsbewohnerin bereits mit einem beherzten Wurf die Pfanne mit den verkohlten Bratwürstchen auf den Hof geworfen und das Gebäude wieder verlassen.

Zwei Atemschutzgeräteträger gingen in den betroffenen Raum vor und stellten fest, dass außer einem Telefon, das sich direkt neben dem Herd befand, nichts gebrannt hatte. Da die Wohnung komplett verraucht war, wurde der Druckbelüfter eingesetzt, um den Rauch aus dem Gebäude zu bekommen. Die insgesamt 59 Einsatzkräfte der drei Wehren, die unter der Leitung von Dirk Gerhold (Rhünda) hatten mittlerweile eine Wasserversorgung zu dem massiven Gebäude aufgebaut. Die benachbarten Räume, sowie die Küche und hier besonders die Dunstabzugshaube, wurden mit der Wärmebildkamera auf weitere Glutnester abgesucht. Die Hausbewohnerin wurde, da nicht ausgeschlossen werden konnte, dass sie, trotz eines Mundschutzes, den sie sich schnell übergezogen hatte, giftige Rauchgase eingeatmete hatte, vom Notarzt aus Melsungen, der ebenso wie ein Rettungswagen an der Einsatzstelle war, untersucht. Sie konnte nach ambulanter Behandlung wieder in ihre Wohnung zurückkehren. Außer dem Geruch nach verbranntem Bratgut und einer durch die Überhitzung beschädigten Bratpfanne war kein weiterer Schaden entstanden.

Vor Ort war immer wieder von Feuerwehrleuten, aber auch Anwohnern zu hören, wie wichtig doch, gerade in Bezug auf die tragischen Ereignisse der letzten Tage in Kassel und anderen Orten, funktionierende Rauchwarnmelder in den Wohnungen sind. Auch in diesem Fall hätte es weitaus schlimmer ausgehen können, wenn die kleinen Lebensretter nicht rechtzeitig angeschlagen und mit ihrem lauten Pfeifton gewarnt hätten. Möglicher Personenschaden und bestimmt auch hoher Sachschaden wären vermutlich die Folge dieses Brandes gewesen. (zot)

Quelle: HNA

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