Seit 25 Jahren führt Volker Siebert das Gasthaus in Böddiger – Dreifaches Jubiläum

Jubiläumsjahr beim Gasthaus Siebert

+
Familienbetrieb: von links David Lavall, Helena, Leonhard, Katharina, Volker und Margit Siebert.

Böddiger. Gleich dreifachen Grund zum Feiern hat das Gasthaus Siebert in Böddiger in diesem Jahr: Seit 120 Jahren gibt es das Gasthaus an der Emstalstraße, seit 50 Jahren wird es von der Familie Siebert geführt, und vor 25 Jahren hat es der jetzige Inhaber Volker Siebert übernommen.

Vom 5. bis 9. Juni lädt Familie Siebert deshalb zur Jubiläumswoche ein.

Gerade in den vergangenen 25 Jahren hat sich das Gasthaus Siebert in rasantem Tempo verändert. Als Volker Siebert zusammen mit seiner Frau Margit den Betrieb am 1. Januar 1988 von seinen Eltern Herbert und Christa übernahm, gab es im Gasthaus Siebert vor allem Getränke – dazu wurde ab und zu ein kleiner Imbiss gereicht. In der 15 Quadratmeter kleinen Küche waren allerdings auch keine großen Kochkunststücke möglich.

Das sollte sich jedoch ändern: Im Februar 1990 wurde ein Anbau fertiggestellt, in dem nicht nur Platz für eine größere Küche, sondern auch für zwei Kegelbahnen war.

Die Kegelbahnen lockten Kundschaft an, die offenbar auch die Leckereien aus der neuen Küche zu schätzen wusste: „Irgendwann hat mal jemand gesagt: Eure Schnitzel sind so gut, bringt uns doch mal 20 Stück davon für unsere Familienfeier heim“, erinnert sich Volker Siebert.

Also schafften sich die Sieberts vier Warmhaltebehälter an. Heute haben sie 30 Stück – und bieten einen Rundum-Partyservice an. „Bei uns bekommt man nicht nur das Essen, sondern auch die Bierbänke und das Geschirr dazu“, erklärt Helena Siebert (24), die eine Ausbildung zur Restaurantfachfrau abgeschlossen hat und nun im Gasthaus ihrer Eltern mitarbeitet. „Ich empfinde eine tiefe Freude, wenn meine Gäste zufrieden sind“, sagt sie. „Ohne diese Freude kann man das nicht machen.“ 

Familienbetrieb: von links David Lavall, Helena, Leonhard, Katharina, Volker und Margit Siebert.

Helena Siebert ist die einzige Gastronomie-Fachfrau in der Familie: Volker Siebert hat früher als Schreibmaschinenmechaniker gearbeitet, Margit Siebert als Kinderpflegerin.

Erfahrung als Gastwirt hat Volker Siebert aber schon früh gesammelt: „Ich wurde zwei Meter überm Zapfhahn geboren“, sagt er und schmunzelt – bis heute wohnt Familie Siebert über der Gaststätte. Mit zehn Jahren bediente der heute 56-Jährige auf einer Kirmes mit 120 Gästen. Klar, dass heute seine eigenen Kinder auch in der Gaststätte mit anpacken: nicht nur Helena, sondern auch Leonhard (17) und Katharina (27).

Ein Familienbetrieb also – der sich im Laufe der Jahre immer wieder neu erfunden hat. 1992 machten die Sieberts auch noch einen Getränkemarkt auf, und ab 1995 führten sie Themenabende ein: vom italienischen bis zum griechischen Abend, vom Pasta- bis zum Schlachte-Essen. Seit 2007 vermietet das Gasthaus Siebert einen Saal an die Stadt Felsberg: Er wird als Dorfgemeinschaftshaus genutzt.

So sehr sich das Gasthaus im Laufe der Jahre weiterentwickelt hat – manches hat doch Bestand. „Wir haben eine Stammtischgruppe, die sich jetzt seit 40 Jahren bei uns trifft“, erzählt Helena Siebert. Wieder ein Grund zum Feiern im Gasthaus Siebert.

Quelle: HNA

Kommentare