Gemeinde erwirtschaftet 311.000 Euro

Überschuss sorgt für Freude und Stolz in Breuna

Niederlistingen. Die Gemeinde Breuna hat auch für das Jahr 2014 einen nicht nur ausgeglichenen, sondern sogar positiven Haushalt mit einem Überschuss von 311.000 Euro vorgestellt. Damit dürfte Breuna zu den ganz wenigen Gemeinden im Landkreis Kassel gehören, der dieses Kunststück gelang.

Auch alle Fehlbeträge aus den Jahren der Finanz- und Wirtschaftskrise sind inzwischen ausgeglichen, wie Bürgermeister Klaus-Dieter Henkelmann im DGH Niederlistingen sagte.

Eine weitere Besonderheit der Haushaltssatzung dürfte die Bürger am meisten freuen – in 2014 soll es keinerlei Erhöhungen in den Bereichen Steuern, Gebühren und Abgaben geben, wie der Rathauschef weiter sagte.

Größte Investition bisher

Für ein Novum sorgt der Windpark Rhödaer Holz: Mit neun Millionen Euro nimmt die Anlage mit fünf Rotorblättern sowohl den größten Posten im kommenden Jahr als auch in der bisherigen Geschichte der Gemeinde ein. Allerdings wird diese durch den Erwerb von Anteilen (2,25 Millionen) am sowie Gewährung eines Darlehens (6,75 Millionen Euro) an die Windpark GmbH in der Bilanz ausgeglichen. Weiterer Investitionsschwerpunkt für 2014 ist der Bereich Feuerwehr, dort schlagen die Gesamtüberholung und der TÜV für Atemschutzgeräte sowie Impfmaßnahmen mit jeweils 10 000 Euro zu Buche. Auch die Sanierung der Toiletten in den Ratsstuben Oberlistingen ist mit 26 000 Euro als größerer Posten eingeplant.

Als Abschluss der guten Nachrichten gab Henkelmann noch bekannt, dass man zum 1. August 2014 zwei Auszubildende eingestellt habe im Bereich Verwaltung und Bäderwesen (Märchenlandtherme). Im Bereich Kindergärten und Bauhof wurden sechs Stellenanpassungen vorgenommen.

Dann wurde Henkelmann jedoch ernst. Der Druck des Landes auf die Kommunen wachse immer mehr. Dafür sorge insbesondere die Streichung von 350 Millionen Euro aus dem Kommunalen Finanzausgleich zur Finanzierung des Rettungsschirmes. Dadurch würden die wenigen Kommunen, die noch geordnete wirtschaftliche Verhältnisse haben, auch an den Rand der Krise getrieben.

Appell an das Land Hessen

Auch die Einführung der Schuldenbremse des Landes ab 2020 belaste letztlich Städten und Gemeinden und somit die Bürger. Er forderte die Landesregierung auf, den Kommunen die 350 Millionen Euro aus dem Finanzausgleich zurückzugeben und den ländlichen Raum sehr ernst zu nehmen.

Quelle: HNA

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