Übung in Melsungen: Jugendliche löschten Feuer auf Bauhof

Wie die großen Vorbilder: Mia Steuber (10) und Torben Dippel (12) waren mit Feuereifer dabei. Foto: Wenderoth

Melsungen. Bei einem Zeltlager haben am Wochenende die Melsunger Jugendfeuerwehren die Zusammenarbeit geübt. Die kleine Zeltstadt war auf der Melsunger Freundschaftsinsel aufgebaut worden. 63 Jugendfeuerwehrleute mit ihren Betreuern aus allen Teilen der Bartenwetzerstadt waren dabei.

Wie Stadtjugendfeuerwehrwart Florian Reichmann sagte, sollte mit diesem dreitägigen Treffen das Kennenlernen und die Zusammenarbeit der acht Jugendfeuerwehren in der Stadt Melsungen gefördert werden. Auch beim Zubereiten der Verpflegung war Zusammenarbeit gefordert. Gemeinsam wurden die Mahlzeiten hergerichtet.

Unfall in Kirchhof

Ebenso standen die verschiedenen Einsatzsituationen, die von den Jugendlichen am Samstag abgearbeitet wurden, unter diesem Motto. In den fünf Übungsgruppen wurden Mitglieder der verschiedenen Jugendfeuerwehren zusammengewürfelt.

Übungsszenarien waren ein Verkehrsunfall in Kirchhof, ein Waldbrand in Adelshausen, ein Flächenbrand an der St. Georgsbrücke, der Mülltonnenbrand in Röhrenfurth und ein Kellerbrand mit vermisster Person in Schwarzenberg. Die Nachwuchsfeuerwehrleute waren bei diesen Stationen, die von den Mitgliedern der jeweiligen Einsatzabteilungen aufgebaut worden waren, voll gefordert.

Feuerwehrübung in Melsungen

Einen Höhepunkt hatte sich der stellvertretende Stadtbrandinspektor Michael Iwanowski, der die jungen Leute schon am Samstagmorgen beim Dienstsport gefordert hatte, für den frühen Sonntagmorgen aufgehoben: Kurz nach fünf Uhr gab es Alarm für alle Lagerbewohner. Dicke Rauchwolken und heller Feuerschein deuteten auf einen Brand im städtischen Bauhof am Schwarzenberger Weg hin. Doch auch dies war nur eine Übungsdarstellung.

Jetzt galt es zusammenzuarbeiten und das riesige Übungsfeuer, das aus Paletten aufgeschichtet worden war, gemeinsam zu löschen. Obwohl die Jugendlichen beim frühen Wecken noch müde waren, machte es ihnen offensichtlich viel Spaß, mit fünf Spritzen ein richtiges Feuer zu bekämpfen.

Nach wenigen Minuten hatten sie das Übungsfeuer gelöscht. Stadtbrandinspektor Frank Ebert und auch sein Stellvertreter Michael Iwanowski zeigten sich sehr beeindruckt von den guten Leistungen der jungen Leute. Die Zusammenarbeit habe sehr gut funktioniert.

Schon beim Abschlussfrühstück forderten die jungen Leute von ihren Jugendwarten eine Wiederholung im nächsten Jahr.

Das Fazit der beteiligten Jugendlichen: Es sei schon sehr hart gewesen, so früh aufzustehen. Aber es sei auch gleichzeitig eine gute Übung für den Schulalltag, der nun wieder beginnt.

Von Helmut Wenderoth

Quelle: HNA

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