Ulrich-Areal: Homberger diskutierten über Einkaufszentrum

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Setzen ihre Prioritäten: (links) Harald Götte und Horst Sdunneck bei der Vergabe von Punkten auf der Wunschliste.

Homberg. Ein Investor aus Frankfurt hat Interesse an dem 11.000 Quadratmeter großen, ehemaligen Autohaus Ulrich-Areal in Hombergs Innenstadt.

Die Projektentwickler Schoofs Immobilien wollen dort ein Einkaufszentrum (7000 Quadratmeter) errichten. Die Homberger wollen aktiv mitarbeiten. Nach einem Bürgerworkshop am Dienstagabend wurde deutlich, was sie wollen und was nicht.

Um die Kasseler Straße in Richtung Stadtpark besser überqueren zu können, wäre eine Fußgängerbrücke sinnvoll, so einer der Vorschläge. Klar wurde, dass die Drehscheibe Kasseler Straße/Ziegenhainer Straße als große Barriere wahrgenommen wird und es einer städtebaulichen Aufwertung bedarf. Man müsse den Fußgängern mehr Aufmerksamkeit widmen, bilanzierte Andreas Schmitz (Büro IKS) das Ergebnis der Arbeitsgruppe Verkehr. Diese machte sich auch Sorgen über den Lieferverkehr und die Folgen.

Den Erhalt von zwei alten Rotbuchen auf dem Ulrich-Gelände forderten alle drei Arbeitsgruppen. Die Frage, was mit den Grabsteinen im Stadtpark geschehen soll, wurde gestellt. Und kritisiert, dass der Park kaum genutzt werde. „Der Stadtpark ist eine versteckte Perle Hombergs“, sagte Stadtplaner Markus Staedt (Büro ANP aus Kassel). Er leitete die Gruppe Stadtstruktur. Diese machte Vorschläge für das Angebot im möglichen Einkaufszentrum: Spielwarenhändler, Technikmarkt, Kino und Käse/Wein-Laden standen auf der Wunschliste ganz oben. Ein Hotel fehle, hieß es und man dürfe bei der Entwicklung der Drehscheibe den Marktplatz nicht vergessen. Ein Einkaufszentrum sollte der Altstadt nicht schaden.

Die von den etwa 100 Hombergern favorisierten Punkte wird der Stadtplaner dem Investor vorstellen. Eine erste Rückmeldung gab es von diesem bereits: „Der Investor sieht ein gute Grundlage für die Weiterarbeit“, sagte Staedt im HNA-Gespräch.

Quelle: HNA

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