Altes Gemäuer wird mit neuem Leben gefüllt:

Umbau des ehemaligen Katasteramts schreitet voran

+
Neue Fenster: Schreiner Dirk Stange und Carina Heidl von Firma Schlömer erneuern die Fenster im Erdgeschoss.

Wolfhagen. Neues Leben in den alten Gemäuern des ehemaligen Katasteramts: An der Kurfürstenstraße 1 ist der Umbau des historischen Gebäudes zum kulturellen und sozialen Zentrum (kusZ) in vollem Gange.

Drei Hauptmieter werden künftig das markante Gebäude des früheren Internats beziehen. Mit 340 Quadratmetern auf zwei Etagen des Westflügels belegt die Musikschule des Wolfhager Landes die größte Fläche. „Wir sind sehr froh, dass wir zukünftig in Räumen beherbergt sein werden, die auf die Bedürfnisse einer Musikschule abgestimmt sind“, erklärt Malte Klages. Das sei in der derzeitigen Unterkunft in der Zehnstscheune nicht der Fall. „Zudem freuen wir uns, dass wir demnächst mehr Platz haben werden“, verweist der Leiter der Musikschule auf die Verdopplung der Nutzfläche. Waren es in der Ritterstraße vier, stehen den Musikschülern nun acht Räume zur Verfügung.

Im Erdgeschoss des neuen Kultur- und Sozialzentrums werden gleich zwei Betreuungseinrichtungen für Kinder einziehen. Zum einen das städtische Montessori-Kinderhaus Kleine Wölfe, in dem bis zu 25 Kinder im Alter von zwei Jahren bis zum Schuleintritt betreut werden. Der Termin für den Umzug ist allerdings erst für den Sommer 2014 anberaumt. Der Grund: Derzeit werden die Räumlichkeiten noch vom Emstaler Verein, einem Angebot für psychisch kranke Menschen, genutzt.

Der dritte Nutzer ist der Kreisverband Kassel-Wolfhagen des Deutschen Roten Kreuzes, der bereits voraussichtlich zum 1. Oktober die neuen Räumlichkeiten beziehen wird. Mit dem Kooperationsangebot reagierten DRK und die Stadt Wolfhagen auf den seit 1. August bestehenden Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz für Kinder unter drei Jahren. „Der Bedarf besteht auch in Wolfhagen“, erklärt Urte Willmann-Festl, künftige Leiterin der Kinderkrippe. Insgesamt zehn Plätze stehen in der neuen Einrichtung zur Verfügung. Vier Erzieherinnen kümmern sich in der Gruppe „Dinos“ täglich in der Zeit von 7.30 Uhr bis 15 Uhr um ihre Schützlinge. „Die Arbeit erfolgt in Anlehnung an die Montessori-Pädagogik. Anmeldungen sind möglich.“

Von Martina Sommerlade

Quelle: HNA

Kommentare