Umbauarbeiten im Schloss Spangenberg: Die ersten Zimmer sind fertig

Spangenberg. Die Pächter des Spangenberger Schlosses sanieren den Hotelbereich.

Blicke in die Hotelzimmer: Pächterin Silvana Gattschau und ihr Mann Arno stehen in einem 60 Quadratmeter Comfort-Zimmer mit Bildhauer-Wandschmuck.

Luftig ist es im Spangenberger Schloss. Aber nicht weil der Sturm die Scheiben zerschlagen hat, sondern weil die dicken Plüschvorhänge vor den Fenstern verschwunden sind. Genau wie die schweren, dunklen Betten, Nachttische und Schränke aus den Zimmern. Pächterin Silvana Gattschau und ihr Mann Arno sanieren zurzeit den Hotelbereich im Schloss.

Zusammen mit einem Handwerkerteam haben sie die ersten zehn Zimmer nahezu fertig. In den Badezimmern sind die rosa und grünen Kacheln bis unter die Decke verschwunden. Stattdessen gibt es dort weiße Fliesen, kombiniert mit Flächen in Grau oder Kupfer. Waschsteine ersetzen herkömmliche Waschbecken, einige sind aus hellbraunem Granit, andere aus grauem Flussstein - jedes Bad ist individuell gestaltet.

Noch sind die Zimmer unmöbliert. Gut erhaltene Schränke, Tischchen und Stühle werden weiter verwendet und aufgearbeitet, Sessel neu gepolstert. „Es soll einen Mix aus modernen Boxspringbetten und alten Stilmöbeln geben“, sagt Silvana Gattschau. Da die Zeit der schweren Plüschvorhänge im Schloss passé ist, basteln die Gattschaus noch an Verdunklungslösungen für die Fenster.

Ein fertig renoviertes Bad mit Granitwaschstein.

Das Ehepaar greift selbst zu Spachtel, Bohrer und Schraubenzieher - an seinen freien Tagen unter der Woche. Denn die beiden sind hauptberuflich in der Gastronomie in Rheinland-Pfalz beschäftigt: Arno Gattschau als Geschäftsführer des Hotel-Restaurants Schloss Engers in Neuwied und Silvana Gattschau als Gastronomie-Leiterin auf dem Hambacher Schloss.

„An manchen Wochenenden geht es hier zu wie an einem Wallfahrtsort.“

Zehn Tage lang sind die Gattschaus auf den Knien durch die Zimmer gekrochen: Sie haben das Parkett von den festgeklebten Teppichen befreit - eine Heidenarbeit. „Auf allen Vieren haben wir dann auch unseren Vorpächter kennengelernt, der sich den Umbau mal ansehen wollte“, berichtete Arno Gattschau.

Ein noch unmöbliertes Zimmer mit Blick durchs Schlossfenster.

Sowieso ist das Interesse am Umbau des Spangenberger Schlosses groß. Immer wieder geht das Schlosstor auf und Wanderer kommen in den Innenhof, um sich umzuschauen. „An Wochenenden geht es hier zu wie an einem Wallfahrtsort“, sagt Arno Gattschau.

In diesem Monat sollen alle Zimmer fertig sein, dann geht’s weiter mit dem Jagdmuseum, das zum Wellnessbereich umgebaut werden soll. Im August sollen auch die Handwerker anrücken, die für das Land Hessen die öffentlichen Bereiche umbauen: unter anderem den Restaurantbereich und den Rittersaal. Im kommenden Sommer soll alles fertig sein, denn für die Zeit ab Juli 2016 nimmt Pächterin

Quelle: HNA

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