Von der Autobahn bis zur Kreisstraße alles betroffen

Autofahrer genervt: Überall Baustellen im Schwalm-Eder-Kreis

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Ein häufiger Anblick in diesen Wochen im Landkreis: Sperrschilder und Umleitungsempfehlungen wie hier auf der B 254 zwischen Niedervorschütz und Deute. Viele Baustellen zwingen die Autofahrer zu teils weiträumigen Umfahrungen. 

Schwalm-Eder. Sperrungen, Durchfahrtsverbote, Umleitungen: Überall im Landkreis gibt es zurzeit Baustellen, weil Hessen Mobil Fahrbahnen erneuert.

Ob rund um Gudensberg, Felsberg, Borken oder in der Schwalm: Gelb-orangene Sperrgitter, Umleitungsgrafiken und Durchfahrtsverbote begleiten die Verkehrsteilnehmer seit einiger Zeit überall im Landkreis. Der Grund: Die hessische Straßenbauverwaltung lässt Autobahnen, Bundes-, Landes- und Kreisstraßen erneuern.

Neue Decken: Fast überall geht es um neue Fahrbahndecken, für die mehrwöchige Sperrungen und damit teils weiträumige Umleitungen erforderlich sind. Das führt dazu, dass zum Beispiel eine Tierärztin in Bad Zwesten ihre Kunden per Aushang informiert, wie sie in der nächstenZeit zu erreichen ist, denn die B 3 in Kerstenhausen gehört zu den betroffenen Strecken und ist ein besonderes Nadelöhr.

Alles zeitgleich: „Dass an so vielen Baustellen zeitgleich gearbeitet wird, ist wohl eher ein Zufall“, meinte dazu auf HNA-Anfrage Horst Sinemus, Sprecher von Hessen Mobil. Einige Projekte seien wegen der unklaren Haushaltslage in Hessen im Frühjahr gestrichen worden und würden nun nachgeholt. Zudem habe der Verkehrsminister den Schwerpunkt auf die Erhaltung des Straßennetzes in Hessen gelegt und dafür mehr Geld zur Verfügung gestellt.

Jahres-Endrallye: Das häufig angeführte Phänomen einer „Jahresend-Rallye“, bei der Geld, das eine Verwaltung noch nicht ausgegeben habe, jetzt noch schnell verbaut werden müsse, lässt Sinemus nicht gelten: „Alle Baumaßnahmen sind langfristig geplant und mit Bund und Kreis abgesprochen.“

Die Bewertung: Die Sanierungsliste wird, so Sinemus, im Frühjahr bekannt gegeben, danach beginnen die Planungen. Über die Dringlichkeit und Reihenfolge entscheiden Fachleute.

Wenn in manchen Fällen der Eindruck entstehe, dass Straßen erneuert würden, die es gar nicht nötig hätten, sei das falsch, betonte der Sprecher. „Schäden sind oft oberflächlich nicht erkennbar für den Laien“, sagte Sinemus. Fahrbahnerneuerungen würden aber aufwendiger und teurer, wenn man sie zu spät anberaume.

Quelle: HNA

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