Umrüstung auf Digital-TV läuft gut im Schwalm-Eder-Kreis

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Hat in diesen Wochen alle Hände voll zu tun: Carsten Pfeiffer von der Schwalmstädter Firma Elektro-Rieper hält einen digitalen Satelliten-Receiver ins Bild.

Schwalm-Eder. Das herkömmliche, analoge Satelliten-Fernsehprogramm wird zum 30. April abgeschaltet. Wer bis dahin nicht auf digitale Technik umgerüstet hat, guckt in die Röhre. Der Fernseher bleibt schwarz. Die TV-Monteure und Elektronikhändler der Region sehen dem Stichtag größtenteils gelassen entgegen.

Viele ihrer Kunden seien auf die Umstellung bereits vorbereitet.

"Wir sind seit Mai des vergangenen Jahres im Dauereinsatz", berichtet Fernsehtechnikmeister Alex Müller aus Homberg. "Wegen der Umstellung haben wir 40 bis 50 Prozent mehr zu tun. Zwei Teams sind ständig draußen - wir packen den Ansturm", sagt Müller weiter.

Auch Horst Euler aus Frielendorf ist mit dem Geschäft zufrieden. "Wir sind früh auf unsere Stammkunden zugegangen und haben sie auf die Umrüstung angesprochen." Ähnliches berichtet auch Helma Ziegler von Ziegler Elektronik aus Homberg.

Jochen Riepers Kundschaft teilt sich in zwei Lager auf. "Einige Kunden sind sehr agil, aber es gibt eben auch viele, die noch verhalten sind", sagt Rieper, der in Ziegenhain seit 30 Jahren Unterhaltungselektronik verkauft. Wenn alle Fernsehzuschauer mit der Umrüstung warten, würde es zum Ende der Frist am 30. April eng. Vor allem bei einer schlechten Wetterlage könnte es dann zu längeren Wartezeiten kommen, warnt Rieper.

Positiv sieht auch Doris Schanze vom gleichnamigen Elektronikhandel in Melsungen den Verlauf der Umrüstungsarbeiten: "Das die digitale Technik irgendwann Pflicht wird, ist schon ziemlich lange bekannt. Wir verbauen schon seit über zehn Jahren digitale Anlagen."

Für diejenigen, die den Umsteigetermin trotzdem verpassen und am 1. Mai vor einem schwarzen Fernseher sitzen, wolle man sogar am Feiertag helfen. "Es ist geplant, eine Hotline einzurichten", berichtet Doris Schanze.

Von Juri Auel

Quelle: HNA

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