Unfallfahrer floh und log Polizei an

Homberg. Dass Lügen kurze Beine haben, musste ein Homberger feststellen, der in der Nacht zu Freitag gemeinsam mit seiner Freundin der Polizei einen Unfall meldete.

Der 24-Jährige hatte zuvor in der Waßmuthshäuser Straße in Homberg einen Zusammenstoß mit einem Motorradfahrer aus Homberg. Bei dem Unfall entstand ein Schaden am Auto von 500 Euro und am Motorrad von 150 Euro. Der Autofahrer sagte zu dem 17-Jährigen, dass er zwei Flaschen Bier getrunken habe, drückte dem jungen Mann, der bei dem Unfall leicht verletzt wurde, 50 Euro für die Schadensregulierung in die Hand und fuhr davon, ohne seine Personalien zu hinterlassen. Kurz darauf fuhr der Autofahrer gemeinsam mit seiner Freundin zur Polizei und gab an, dass seine Freundin sein Auto gefahren habe und es dabei zu einem Wildunfall mit einem Reh gekommen sei.

Während der Mann den Polizisten von dem Unfall berichtete, kam jedoch der Motorradfahrer gemeinsam mit seiner Mutter zur Tür herein, um den tatsächlichen Unfall anzuzeigen.

Der Autofahrer räumte ein, dass es den Wildunfall nicht gab und er den 17-Jährigen angefahren habe. Die Polizei ordnete eine Blutentnahme an und stellte den Führerschein des Autofahrers sicher. Gegen ihn wird wegen Unfallflucht ermittelt und zudem eine Strafanzeige wegen versuchten Betruges gestellt. (may)

Quelle: HNA

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