250.000 Euro Schaden

Zwei Unfälle auf der A 44 - Richtung Kassel war stundenlang gesperrt

Trümmerfeld: Der niedersächsische Sattelschlepper wurde durch den Aufprall des belgischen Lkw völlig demoliert. Fotos:  Feuerwehr Warburg/nh

Breuna. Ein Reifenplatzer mit erheblichen Folgen: Auf der Autobahn 44 drehte sich am Dienstag nach zwei Unfällen über viele Stunden zwischen Diemelstadt und Breuna in Richtung Kassel kein Rad mehr. Ein Mensch wurde leicht verletzt, den Sachschaden bezifferte die Polizei auf mehr als 250.000 Euro.

Gegen 4.50 Uhr ereignete sich der erste Unfall: Unmittelbar vor der Anschlussstelle Breuna platze an einem Sattelzug ein Anhängerreifen. Der Reifen löste sich von der Felge, Reifenstücke verteilten sich über die beiden nach Kassel führenden Fahrstreifen. Vier Pkw und zwei Lkw fuhren über die Gummibrocken und wurden dabei beschädigt. Bei einem Lkw riss die Kraftstoffleitung ab, etwa 150 Liter Diesel flossen auf die Fahrbahn.

Lkw gegen Sattelschlepper

Die Feuerwehr Warburg wurde alarmiert, um den Kraftstoff mit Bindemitteln aufzunehmen. In Folge des Unfalls bildete sich ein vier Kilometer langer Stau, an dessen Ende sich gegen 6.25 Uhr ein Folgeunfall ereignete. Aus bislang ungeklärter Ursache fuhr ein Lkw einer belgischen Spedition nahezu ungebremst auf einen am Ende des Staus stehenden niedersächsischen Sattelzug auf, der mit 22 Tonnen Metall beladen war.

Durch umher fliegende und auf der Straße liegenden Trümmerteile wurden zwei nachfolgende Lkw beschädigt: Bei einem der beiden Lkw krachte ein Fahrzeugteil gegen die linke Seite des Führerhauses. Bei dem anderen Fahrzeug, das von einem 57-Jährigen aus Gudensberg gesteuert wurde, litt nicht nur die Fahrzeugfront, an diesem Wagen riss zudem die Ölwanne ab.

Ölwanne abgerissen

Auch hier hatte dann die Warburger Feuerwehr - Breuna war nicht im Einsatz, die Wehr ist für den Autobahnabschnitt in Richtung Dortmund zuständig - alle Hände voll zu tun. Betriebsstoffe, die aus dem Transporter des Gudensbergers ausgelaufen waren, galt es zu binden.

Zudem war aus dem belgischen Lkw Diesel ausgelaufen, der sich nicht nur auf der Fahrbahn ausbreitete, sondern auch am Fahrbahnrand in das Erdreich sickerte. Auch hier war das schnelle Eingreifen der Feuerwehrleute gefragt.

Der 32-jährige Fahrer des belgischen Lkw wurde bei dem Unfall leicht verletzt, er wurde zur Behandlung in ein Warburger Krankenhaus gebracht. Am belgischen Lkw und an dem niedersächsischen Sattelschlepper entstand Totalschaden in Höhe von zusammen rund 250 000 Euro.

Bis gegen 12.35 Uhr war der Autobahnabschnitt voll gesperrt, danach wurde der Verkehr bis zum Nachmittag einspurig vorbeigeleitet, ehe die A 44 in Richtung Kassel ab 16 Uhr wieder vollständig befahrbar war.

Quelle: HNA

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