"Blumen kann ja jeder schenken"

Ungewöhnlicher Liebesbeweis: Landwirt aus Körle malte Herz ins Weizenfeld

Weithin sichtbar: Dieses Herz „zeichnete“ Landwirt Stefan Friedrich für seine Lebensgefährtin Ewa in ein Weizenfeld am Ortsausgang von Körle – dazu brauchte er nur einen Schlepper mit Scheibenegge. Archivfoto: Grenzebach

Körle. Diese Liebeserklärung kann man nicht übersehen: Ein riesiges Herz prangt auf einem Acker am Ortsausgang von Körle Richtung Albshausen. Die HNA hat nun dank dem Hinweis einer Leserin herausgefunden, wer das Herz dorthin gezaubert hat.

Es war der Körler Landwirt Stefan Friedrich: Er hat das Herz für seine Lebensgefährtin Ewa in das Weizenfeld gezaubert. Das bestätigte er auf HNA-Anfrage. „Einen Strauß Blumen kann jeder schenken“, sagt der 43-Jährige, „aber ein Herz im Weizenfeld, das kann nicht jeder.“

Etwa 70 Meter hoch sei das Herz, schätzt Friedrich. Es entstand mithilfe eines Schleppers mit Scheibenegge. „Das dauert nur zwei, drei Minuten“, erklärt der Landwirt. Spätestens bei der nächsten Bodenbearbeitung werde es aber wieder verschwinden, sagt Friedrich - voraussichtlich im Laufe der nächsten Woche. Wer das Herz also noch bewundern will, sollte sich beeilen. Besonders gut sehen kann man es, wenn man bei den Windrädern am Körler Berg steht.

Es ist nicht das erste Mal, dass Stefan Friedrich sein Feld mit einem solchen Bild verziert. Auch ein großes Smiley habe er schonmal hineingemalt, verrät er. Als Kunst will er das aber nicht bezeichnen: „Das wäre zu hoch gehängt.“ Überhaupt ist der Landwirt bescheiden: mit Foto in die Zeitung möchte er nicht. „Ich will mich nicht so in den Mittelpunkt stellen“, wehrt er ab.

Wer aber auf der Straße zwischen Körle und Albshausen unterwegs ist, sollte mal einen Blick auf das Feld werfen. Denn das Herz war sicherlich nicht das letzte Motiv, mit dem Stefan Friedrich seinen Acker verziert hat. (jul)

Quelle: HNA

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