Kommunalwahl: In Melsungen könnte es weitere Fehler gegeben haben

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Ran an die Stimmzettel: In vier von 15 Melsunger Wahlvorständen ist es möglicherweise zu Fehlern bei der Auswertung ungültiger Stimmen gekommen. Nicht betroffen ist der Wahlvorstand auf unserem Archiv-Foto mit von links Wahlvorsteherin Marion Viereck, Wahlvorsteherin Barbara Braun-Lüdicke, Tobias Jäger und Monika Pietrzak.

Melsungen. Bei der Auswertung der Kommunalwahlergebnisse vom 27. März ist es in Melsungen möglicherweise zu weiteren Fehlern gekommen. In vier von 15 Wahllokalen wurden vermutlich Stimmzettel für ungültig erklärt, die eigentlich gültig sind, erklärte Wahlleiter Roland Schmidt gegenüber der HNA.

Insgesamt seien in den betroffenen Wahlbezirken 46 Stimmzettel für ungültig erklärt worden, wie viele davon zu unrecht, müsse aber erst noch ermittelt werden. Dazu wäre ein Beschluss der Stadtverordneten erforderlich, die versiegelten Unterlagen zu öffnen.

Ein Mitglied eines Wahlvorstandes habe sich am Montag bei ihm gemeldet und darauf hingewiesen, dass ein Fehler aufgetreten sein könnte, berichtete Schmidt. Stimmzettel, bei den zwei Listen angekreuzt und zusätzlich Personenstimmen vergeben worden waren, seien fälschlicherweise für ungültig erklärt worden.

Eine solche Panne hatte es auch in Frankfurt gegeben. Daraufhin seien auch alle anderen Wahlvorstände angesprochen worden, und bei drei weiteren soll es ähnliche Probleme gegeben haben, berichtete Schmidt. Welche Auswirkungen das auf das Wahlergebnis haben könnte, lasse sich noch nicht absehen.

Eine Wiederholung der Wahl sei aber nicht nötig. Sollte das Parlament der Öffnung der für ungültig erklärten Stimmzettel zustimmen, könnte der Wahlausschuss das Ergebnis korrigieren.

In Schulungen seien die Wahlvorstände deutlich darauf hingewiesen worden, dass alle Stimmzettel mit Personenstimmen zentral in Melsungen ausgezählt werden sollten. Das sei in diesen Fällen leider unterblieben, sagte Schmidt.

Bei Stimmzetteln, auf denen mehrere Listen sowie außerdem Kandidaten angekreuzt worden seien, müssten die Kandidatenstimmen als gültig gewertet werden.

Außerdem war in Melsungen am Wahlabend der Briefkasten am Rathaus um 18 Uhr nicht noch einmal geleert worden (wir berichteten). Nun muss möglicherweise die Briefwahl für die Kernstadt wiederholt werden.

Quelle: HNA

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