HNA-Kommentar

Heinz Rohde zum Wahlergebnis im Kreistag Schwalm-Eder: Unruhige Zeiten

Acht Parteien traten im Schwalm-Eder-Kreis für den Kreistag an, unter ihnen auch erstmals die Alternative für Deutschland (AfD). Das Ergebnis der Wahl kommentiert Heinz Rohde, Leiter der Lokalredaktion Fritzlar-Homberg.

Nicht kommunalpolitische Themen, sondern diffuse Ängste vor einer drohenden Überfremdung haben die AfD nun auch in den Kreistag Schwalm-Eder gespült - mit einem Ergebnis, das einem Paukenschlag gleicht.

Obwohl die Alternative für Deutschland keine kommunalpolitischen Themen gesetzt hat, überflügelt sie aus dem Stand etliche der etablierten Parteien. Mit der Unterbringung und Betreuung von Flüchtlingen ist der Landkreis bisher sehr verantwortungsvoll und umsichtig umgegangen. Es ist zu befürchten, dass sich der Ton in den kommenden fünf Jahren verschärfen wird.

Das Ergebnis wird die bisherigen Mehrheitsverhältnisse wohl auf den Kopf stellen. Für eine Koalition aus SPD und FWG - wie bisher - scheint es nicht mehr zu reichen. Es könnte völlig neue Konstellationen geben. Denkbar ist beispielsweise eine Zusammenarbeit von SPD und CDU.

Eines ist gewiss: Es brechen unruhige Zeiten für den Kreistag an. Es ist zu befürchten, dass die Sachthemen dabei auf der Strecke bleiben.

Artikel zum Thema

Kreistagswahl: Ergebnisse aus dem Schwalm-Eder-Kreis

Quelle: HNA

Kommentare