Lebensmittelmarkt: Schwarzenbörner feierten Bürgerkooperation

+
Großes Interesse vor dem Laden: Viele Schwarzenbörner kamen zur Eröffnung.

Schwarzenborn. Was der einzelne nicht vermag, das vermögen viele - aus der Idee, die Friedrich-Wilhelm Raiffeisen vor 165 Jahren formulierte, entwickelten die Schwarzenbörner ein besonderes Genossenschaftsmodell für ihren neuen Lebensmittelmarkt.

Ein Baum für den Laden: vorne von rechts, Geschäftsführer Armin Heß pflanzte mit Landrat Frank-Martin Neupärtl, Architekt Thomas Schäfer, Bürgermeister Jürgen Kaufmann und Landtagsabgeordneter Regine Müller einen Ahornbaum aus dem Stadtwald.

Am Freitag feierten rund 300 Schwarzenbörner gemeinsam mit Vertretern aus Politik und Wirtschaft und der Bundeswehr die Eröffnung ihres Ladens.

„Dies ist mein Laden“ - Moderator Karl-Heinz Schneider stellte die Feierstunde unter einen Spruch des Comedians Mario Barth. Ein Fazit des Moderators: „Wo Schwarzenborn ist, ist vorne.“ Die Antwort des Landrats, Frank-Martin Neupärtl: „Wo Schwarzenborn ist, ist oben.“

Mit dem Geschäftsmodell, das auf dem genossenschaftlichen Gedanken basiere, sei erreicht worden, dass ganz viele Menschen mitgenommen werden konnten, betonte Unternehmer Armin Heß, Geschäftsführer der eigens für den Ladenbetrieb gegründeten Gesellschaft.

Unser neuer Laden

Privat- und Geschäftsleute stemmten das Projekt Laden ganz ohne ein Darlehen. „700 000 Euro sind in der Kasse“, betonte Heß, „und das nicht immer zur Freude der Banken“.

Ein Prosit auf den Laden: von links Liesel Klinger, Angela Heiner, Helga Heck, Christa Geiß und Edith Diebel freuen sich über den neuen Lebensmittelmarkt im Eslesweg in Schwarzenborn.

Mit dem neuen Lebensmittelmarkt sei der Wert jeder Immobilie in Schwarzenborn um die Hälfte gestiegen, ist Bürgermeister Jürgen Kaufmann überzeugt: „Mit dem Gemeinschaftsgedanken hat Schwarzenborn um 50 Prozent zugelegt.“

Von Sylke Grede

Quelle: HNA

Kommentare