Täglich fahren 15.000 Fahrzeuge durch den Ort

Unshausen will mehr Kontrollen für Raser auf der B 254

Die selben Fragen gibt es noch immer: Längst steht an dieser Stelle in Unshausen ein Blitzer. Doch der Ortsbeirat ist nicht zufrieden. Foto: Archiv

Unshausen. Der Unshäuser Ortsvorsteher Dieter Corpataux fordert bessere, effektivere und häufigere Geschwindigkeitskontrollen im Waberner Ortsteil.

Viele der etwa 15.000 Fahrzeuge, die tagtäglich durch Unshausen rauschen, seien noch immer zu schnell unterwegs: trotz der Querungshilfe für Fußgänger am Ortseingang, trotz der Ampel in der Ortsmitte und trotz des neuen Blitzers.

Doch der, so Corpataux, werde nicht häufig genug eingesetzt, denn im auffälligen Blitzerkasten befindet sich nicht 24 Stunden am Tag eine Kamera. Damit würden nicht alle Temposünder erfasst, sagt der Ortsvorsteher. Zudem entspreche das Gerät nicht den technischen Vorgaben, es unterscheide nicht zwischen Autos und Lastwagen.

Die Forderungen des Ortsbeirates: Häufigere Kontrollen - am besten auch in beide Fahrtrichtungen statt wie bislang nur in eine -, mobile Blitzereinheiten, auch nachts und an Wochenenden, ein permanentes Scharfstellen des Radars und durchgängiges Tempo 30 für alle Fahrzeuge.

Frank Schröder ist Geschäftsführer des Ordnungsbehördenbezirks, der den Verkehr überwacht, und fürs Blitzen zuständig ist. Die Fäden laufen im Borkener Rathaus zusammen. Dort kann man die Kritik nicht nachvollziehen. Alle zehn Kommunen im Messbezirk würden gleichbehandelt, sagen Schröder und Borkens Bürgermeister Marcel Pritsch-Rehm. Schröder: „Wir nehmen die Beschwerden der Ortsbeiräte natürlich ernst, aber wir können unmöglich an allen Stellen zugleich blitzen.“

In Unshausen aber müsse häufiger kontrolliert werden, schließlich sei das Verkehrsaufkommen extrem hoch, kontert Corpataux. Das sei richtig, sagt Schröder, aber auch andere Orte wiesen einen großen Bedarf an Überwachung auf. Er verweist auf Kerstenhausen, wo es auf der B 3 ebenfalls alles andere als beschaulich zugehe.

Zum Ordnungsbehördenbezirk gehören Borken, Wabern, Jesberg, Bad Zwesten, Schwalmstadt, Frielendorf, Gilserberg, Neuental und seit vorigem Jahr auch Schrecksbach und Willingshausen.

Das sei ein viel zu großes Gebiet, sagt Dieter Corpataux. Waberns Bürgermeister Claus Steinmetz kann die Kritik des Ortsvorstehers nachvollziehen: Ziel müsse es sein, den Verkehr effektiver und flexibler überwachen zu lassen, auch in beide Fahrtrichtungen, auch nachts und am Wochenende. „Es fließt massiver Verkehr durch Unshausen“, sagt Steinmetz. „Wir sind den lärmgeplagten Anwohnern einfach eine bessere Überwachung schuldig.“

Quelle: HNA

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