Im Sommer fertig?

Klostermuseum Burghasungen: Verzögerungen bei den Außenarbeiten

Noch Baustelle: Ab Sommer soll das Klostermuseum Anziehungspunkt für kulturell interessierte Menschen aus Nah und Fern sein. Fotos: Hoffmann

Burghasungen. Eigentlich ist es ja eine gute Sache, wenn sich in der Dorfentwicklung etwas tut. Ein neues Museum etwa, das Besucher anlockt und das kulturelle Leben in der Region bereichert. In Burghasungen aber ist die Freude über das neue Klostermuseum zweigeteilt.

Die einen können es gar nicht abwarten, bis der Neubau endlich eingeweiht wird, andere sind eher skeptisch, bemängeln die Optik des modernen Gebäudes mit viel Glas und sehen kein wirkliches Voranschreiten der Arbeiten. „Es herrscht ein gewisser Unmut in der Bevölkerung, weil lange nichts passiert ist“, sagt Bürgermeister Stefan Denn. Zwar räumt er Verzögerungen bedingt durch eine hohe Auftragslage der Firmen durch das Konjunkturprogramm ein, dennoch sei viel passiert, wenn auch nach Außen nicht sichtbar.

„Wir haben so unglaublich viel zu erzählen.“

gerd appel Erster Stadtrat

Seit Fertigstellung des Rohbaus seien etwa die Fenster eingebaut worden, momentan werde der Elektro- und Heizungsbereich fertig gestellt und im nächsten Schritt stehe die Gestaltung der Außenanlage an. „Wenn alles nach Plan läuft, können wir im Sommer eröffnen“, gibt sich Denn optimistisch.

Worte, die Gerd Appel runter gehen wie Öl. Der Erste Stadtrat kann die Eröffnung kaum erwarten, ist als Mitglied der Arbeitsgruppe Klostergeschichte im Trägerverein selbst an den Vorbereitungen beteiligt. Gemeinsam mit zahlreichen Ehrenamtlichen steht er in den Startlöchern. Wenn es um die inhaltliche Konzeption des Museums geht, gerät er ins Schwärmen: „Wir haben so unglaublich viel zu erzählen, verfügen im oberen Warmetal über eine bedeutende Geschichte“.

Überzeugt ist er vom Ausstellungskonzept, das Archäologe Dr. Thilo Warneke erarbeitet hat (HNA berichtete). Nicht fehlen dürfe dabei ein Modell der Klosteranlage, unterstützt durch eine audiovisuelle Präsentation der Geschichte.

Das mit 450 000 Euro veranschlagte Museum ist zwar das zentrale Projekt der bis 2013 laufenden Dorferneuerung im Zierenberger Stadtteil, aber längst nicht alles. „Rund 400 000 Euro sind auch in private Bereiche geflossen, wie etwa Hausfassaden und Giebelgestaltung“, sagt Denn. Weiter seien die Sanierung des Jugendraumes in enger Absprache mit der Stadtjugendpflege sowie einiges mehr geplant. Er rechtfertigt sich damit gegenüber Stimmen, die einen Großteil des Geldes aus der Dorferneuerung im Klostermuseum vermuten.

„Bleibt zu hoffen, dass sich auch die Kritiker dieses Projekts noch von der Vorfreude auf die Eröffnung anstecken lassen“, sagt Appel. Schließlich sei die Idee zum gemeinsamen Projekt im Dorf geboren worden.

Von Sascha Hoffmann

Quelle: HNA

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