Unwetter brachte Sturm, Hagel und Regen

Schneeschippen im September: Leander Obach aus Günsterode griff am Sonntag zum Schneeschieber. Foto:  privat

Kreisteil Melsungen. Das Unwetter, das am Sonntagnachmittag über den Schwalm-Eder-Kreis hinwegfegte, hat zahlreiche Schäden angerichtet. In 24 von 27 Gemeinden mussten 850 Feuerwehrleute ausrücken.

So stürzte beispielsweise in Nausis das 200 Quadratmeter große Dach eines Stalles ein. Wie durch ein Wunder wurde keines der 600 Rinder und Kälber verletzt. Die entlaufenen Tiere konnten durch Dorfbewohner wieder zusammengetrieben werden.

Unwetter im Schwalm-Eder-Kreis

Das Dach des Spangenberger Schlosses wurde zu einem Teil abgedeckt.

Bei Körle war ein Baum auf die Oberleitung der Bahnstrecke gestürzt und in Brand geraten. Der Bahnverkehr war unterbrochen. Am Bahnhof Wabern waren 200 Fahrgäste gestrandet. Sie mussten lange warten, die Bahn organisierte den Weitertransport per Bus.

Erst im Laufe des Montag konnten die Straßen zwischen Obermelsungen und Malsfeld, zwischen Binsförth und Beiseförth sowie von Wollrode nach Wattenbach wieder freigegeben werden. Umgestürzte Bäume hatten sie blockiert.

Unwettereinsatz in Fritzlar-Homberg

Die A7 zwischen Guxhagen und Melsungen war am Sonntagnachmittag wegen der überfluteten Fahrbahn eine Stunde lang voll gesperrt.

Als Riesenproblem bezeichnete Klaus-Bernd Eilhauer, Leiter der Straßenmeisterei Melsungen, den Schlamm, der sich von den abgeernteten Feldern auf die Straßen und in die Gräben ergoss. Dieser werde zwar mithilfe von Firmen beseitigt, aber Autofahrer sollten wegen Rutschgefahr Vorsicht walten lassen. (bmn/cls)

Quelle: HNA

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