Bundesverdienstkreuz für Heinz Stumpf, Verdienstorden für Herbert Grimme

Urgestein und Kümmerer

Zwei Auszeichnungen: Heinz Stumpf aus Jesberg (links) bekam das Bundesverdienstkreuz, Herbert Grimme (rechts, Mitte) den Hessichen Verdienstorden von Mark Weinmeister überreicht. Rechts Edith Krippner-Grimme. Foto: Hebeler

Jesberg/Homberg. Die Zeit zum Jahresende ist eine beliebte Gelegenheit zurück zu blicken und wert zu schätzen: So wurden am Wochenende gleich zwei Menschen aus der Region besonders gewürdigt. Heinz Stumpf aus Jesberg erhielt das Bundesverdienstkreuz am Bande für seine kommunalpolitische Tätigkeit und Herbert Grimme den Hessichen Verdienstorden.

Beide Ehrungen überreichte Staatssekretär Mark Weinmeister. Damit wurden zwei Männer geehrt, die sich über viele Jahre fürs Gemeinwohl einsetzten.

45 Jahre ist Heinz Stumpf aus Hundhausen Vorsitzender des CDU Ortsverbandes Jesberg. Stumpf hatte in seiner politischen Laufbahn zehn politische Posten und war in sechs Vereinen aktiv.

Mark Weinmeister hob vor allem die lange Zeitspanne hervor, in der der Hundshäuser für die Allgemeinheit tätig war. „Das ist eine außerordentlich lange Zeit des politischen Wirkens, die zur Auszeichnung führte“, sagte er.

Engagement mit Eifer

Bürgermeister Günter Schlemmer betonte die parteiübergreifende Kompromissefähigkeit des 70-Jährigen. „Er ist mächtig engagiert und kann sich durchaus mit Eifer streiten,“ sagte er. Aber im Anschluss schiebe er immer wieder die Tische zusammen.

Sein Stellvertreter im Parlament, Hans-Wernher von Löwenstein, aus Reptich betonte Stumpfs Sachlichkeit.

Für den Geehrten selbst bedeutet die Ehrung kein Abschied, er bleibt dem Ortsverein und den Parlament auch weiter treu.

Nach der Dankesrede sagte er mit einem Blick auf seine Familie: „Ich werde auch nach der Ehrung der Gleiche bleiben.“ Weiter möchte er sich zukünftig in Jesbergs Gemeindepolitik einmischen.

Seinen Abschied von der Schule hat Herbert Grimme hingegen schon genommen. „Ohne ihn war Schule in Hessen während der vergangenen Jahrzehnte kaum vorstellbar: Sein außergewöhnliches ehrenamtliches Engagement in Verbands- und Gewerkschaftsarbeit verdient besondere Anerkennung“, sagte Staatssekretär Mark Weinmeister. Von 1977 bis zum Beginn dieses Jahres war Grimme an der Homberger Theodor-Heuss-Schule als Lehrer tätig. In enger Kooperation mit seinem beruflichen Wirken habe sich Grimme vier Jahrzehnte lang ehrenamtlich im Hessischen Philologenverband sowie in der Gewerkschaft der Gymnasiallehrer engagiert, betonte Weinmeister. Es sei ihm gelungen, die Entwicklung bildungspolitischer Positionen maßgeblich zu gestalten. Als „beharrlicher Kümmerer“ habe er neben dem Wohl der Schüler stets auch die Belange seiner Berufskollegen im Blick gehabt, bestätigte Philologenverbands-Vorsitzender Dr. Knud Dittmann. Zudem engagierte sich Grimme als Gründungs-Mitglied des Integrationsbeirates in Hessen.

Tischtennis und Handball

Ein weites Betätigungsfeld fand der Zimmersröder seit Mitte der 1970er Jahre im sportlichen Bereich: Die Sparten Tischtennis und Handball prägte er regional wie auch landesweit als Mitbegründer, Trainer, Ausschuss- und Verbandsvorstandsmitglied sowie aktiver Schiedsrichter. Der Geehrte: „Es lohnt sich - für die Gesellschaft und für die eigene Persönlichkeit. Man muss es ja nicht so übertreiben wie ich.“ Er sei nicht immer das Licht der Lokomotive gewesen aber ein kontinuierlich sich drehendes Rad.

von Helga Hebeler und Sigrid Ehl-von Unwerth

Quelle: HNA

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