Ende Oktober soll die alte Molkerei abgerissen sein – Einkaufszentrum wird gebaut

Urnen bremsten den Abbruch

Bald Geschichte: Polier Gerhard Heiße im Molkereigebäude, das bald abgerissen wird. Foto: Dellit

Borken. Drei alte Urnengräber und um die 300 Scherben haben die Abrissarbeiten an der alten Molkerei in Borken verzögert. Das sagten Dirk Schomburg und Markus Drüke von der APP-Gruppe bei einem Pressetermin.

Die Projektentwickler aus Bad Hersfeld lassen auf dem Gelände ein Fachmarktzentrum errichten. Bis zu dem Scherbenfund seien die Arbeiten völlig planmäßig verlaufen, hieß es. Auch jetzt gehe alles wieder den gewohnten Gang. Die Entkernung der Gebäude und der Abriss laufen auf vollen Touren (wir berichteten).

Aufmerksam bei Funden

Bei den weiteren Arbeiten werde aber weiterhin streng darauf geachtet, ob weitere historische Objekte zum Vorschein kommen, versprachen die Planer.

Die Funde wurden an das Landesamt für Denkmalpflege in Marburg übergeben, erläuterte Schomberg. Dort sollen sie untersucht, katalogisiert und zeitlich zugeordnet werden.

Wenn sie so bearbeitet worden sind, sollen die Gegenstände wieder zurück nach Borken kommen. Nach den Plänen der Stadt sollen sie dann auch der Öffentlichkeit in Vitrinen zugänglich gemacht werden, erklärte Bürgermeister Bernd Heßler. Der Standort steht noch nicht endgültig fest.

Die Zusammenarbeit zwischen Investoren, der Denkmalpflege und der Stadt laufe reibungslos, lobte Heßler.

Ende Oktober soll der Abriss der Molkereigebäude beendet sein. Dann werde sofort mit dem Hochbau auf dem 12 400-Quadratmeter-Gelände begonnen. Bis zur geplanten Fertigstellung im Sommer 2013 entstehen Gebäude mit einer Nutzfläche von 3500 Quadratmetern und eine Verkaufsfläche von 3050 Quadratmeter. Dazu kommen 130 Parkplätze mit einer Breite zwischen 2,75 und drei Metern. Unter anderem entstehe in Borken Deutschlands größter Netto-Markt.

Von Peter Zerhau

Quelle: HNA

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