Schadenersatzklage nach Explosion im Juni 1988

Grubenunglück in Borken: Entscheidung vertragt

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Verheerende Folgen: 51 Bergleute starben 1988 beim Grubenunglück in Borken-Stolzenbach. Unser Foto zeigt zwei Retter in der vor dem völlig zerstörten Schacht. Foto: Archiv

Kassel/Borken. Nach Jahre langer Verzögerung verhandelte die 6. Zivilkammer des Landgerichts am Mittwoch über den Rechtsstreit um Schadenersatz nach dem Grubenunglück in Borken. Anders als angekündigt, gab es keine Entscheidung.

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Das Gericht will am Donnerstag verkünden, wie es weiter geht.

Verhandelt wurde die Klage von Elke Hergenröder aus Borken, deren Mann einer der 51 bei dem Grubenunglück im Jahre 1988 ums Leben gekommenen Kumpel ist.

Artikel aktualisiert um 17 Uhr

Das Gericht hatte ein Gutachten eines Bergbauexperten eingeholt, der die Verantwortung der Grubenleitung für das Unglück abschätzen sollte. Der Experte kam laut Gericht zu dem Ergebnis, dass es zwar schon in den 60er Jahren ein Untersuchung zu der Explosionsgefahr von Kohlenstaub im Borkener Revier gab, dass die Grubenleitung jedoch mit Blick auf die konkreten Abbaubedingungen vor Ort davon ausgehen musste, dass in der Grube Stolzenbach keine weiter gehenden Sicherheitsmaßnahmen ergriffen werden müssen. (pas)

Quelle: HNA

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