Kommunen im Wolfhager Land wollen jetzt die Rechtslage prüfen

Urteil sorgt für Irritation

Neue Anlagen für den Windpark Istha? Die Gemeinde Bad Emstal hatte bereits die Planung für zwei neue Windräder auf den Weg gebracht. Luftbild: Archiv/Herzog 

Wolfhagen. Das Urteil des Hessischen Verwaltungsgerichtshofes vom Donnerstag sorgt im Wolfhager Land für Irritationen. Wie berichtet, wurden die für die Windenergie ausgewiesenen Flächen im Regionalplan 2009 für ungültig erklärt. Geklagt hatte eine Firma, die im Landkreis Hersfeld-Rotenburg einen Windpark auf einem Gelände bauen will, das nicht als Fläche für Windkraftanlagen vorgesehen ist. Betroffen von dem Urteil ist jetzt die gesamte Region und damit auch Projekte in Wolfhagen, Breuna und Bad Emstal.

„Wir können diese Vorgänge noch nicht ganz einschätzen und müssen erst die Rechtslage prüfen“, so Wolfhagens Bürgermeister Reinhard Schaake. Vieles sei derzeit Spekulation. Er erhofft sich von der Sitzung der Regionalversammlung am 11. April eine Klärung der Situation. Die umstrittene Planung für den Windpark Rödeser Berg gehört auch zu den ausgewiesenen Flächen im gekippten Regionalplan. Schaake sieht das Projekt jedoch nicht als gefährdet an. „Es wird sich aber möglicherweise verzögern.“ Angesichts der Lage in Japan sei das schade.

Breunas Bürgermeister Klaus-Dieter Henkelmann rechnet damit, dass nun „die Karten neu gemischt werden“. Auch die Windräder der Gemeinde Bad Emstal, die im Windpark Istha aufgestellt werden sollen, tauchen im Regionalplan 2009 auf. „Wir werden das Urteil prüfen und dann reagieren“, so Bürgermeister Ralf Pfeiffer.

Von Bea Ricken

Quelle: HNA

Kommentare