Helmut Brandau hat Erinnerungen an seine Kinder- und Jugendzeit aufgeschrieben

Veilchen und Ziegenmilch

Es war gemütlicher: Buchautor Helmut Brandau erinnert sich an früher und schrieb Geschichten auf. Foto: Zirzow

Borken. Die ZDF-Filmreihe „Unsere Mütter, unsere Väter“ und eine Leserbriefaktion der HNA dazu: Das waren die Auslöser bei Helmut Brandau, seine Erinnerungen aus Kindheit und Jugend aufzuschreiben und, wie er es liebevoll nennt, in einem „Büchlein“ zu veröffentlichen.

Helmut Brandau, der mit seiner Lebensgefährtin in Borken wohnt, wurde im Oktober 1934 in Fritzlar geboren. Dort ging er auch bis 1949 zur Schule. Nach bestandener Lehre arbeitete er für sieben Jahre als Elektriker auf Montage und bis November 1994 in seinem Beruf. Aus gesundheitlichen Gründen konnte er ihn dann nicht mehr ausüben, da er an der Parkinson-Krankheit leidet.

In seinen Erinnerungen beschreibt der Autor, der trotz seiner Krankheit immer noch – soweit möglich – Sport betreibt, lustige, schöne, aber auch ernste und traurige Erlebnisse, die sich bei ihm verfestigt haben. So erinnert er sich etwa daran, dass er als Zweijähriger richtig stolz war, auf Zehenspitzen über den Küchentisch schauen zu können.

Der Bogen spannt sich weit vom Nikolaus und Winterabenden über die Tiefflieger beim Veilchen pflücken, Äpfel und Ziegenmilch, blaue Glühbirnen, Tabakpflanzen und Zucker bis zu „unseren Haustieren“.

Brandau beschreibt in 26 Kapiteln, manchmal auch mit einem Augenzwinkern, seine Kindheit, Schulzeit und auch ein wenig die Zeit danach. Er vergleicht ab und zu, ohne die Floskel „Früher war alles besser“ zu benutzen, das heutige schnelle Geschehen mit den von ihm erlebten gemütlicheren Zeiten.

Das Büchlein gibt es in der Borkener Buchhandlung Bücherwurm und in Fritzlar bei der Buchhandlung Vockeroth, der Buchhandlung Roland und in der Tourist-Information am Rathaus.

Von Rainer Zirzow

Quelle: HNA

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