28 Millionen mehr für den Konsum im Kreis

Verdi: Mindestlohn steigert Kaufkraft

Werra-Meißner. Die Einführung eines Mindestlohns in Höhe von 8,50 Euro pro Stunde würde die Kaufkraft im Werra-Meißner-Kreis um 28 Millionen Euro steigern. Das hat eine Studie des Pestel-Instituts in Hannover ergeben.

Nach den Untersuchungen arbeiten mehr als 10.000 Menschen im Landkreis für einen niedrigeren Stundensatz als 8,50 Euro. Der Leiter der Mindestlohn-Studie, Matthias Günther, erwartet, dass der Zuwachs an Kaufkraft nahezu eins zu eins in den Konsum gehen würde.

Für die Vereinigte Dienstleistungsgewerkschaft (Verdi) und die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) als Auftraggeber der Studie sind die Ergebnisse ein klares Argument für die sofortige Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns.

"Wer den ganzen Tag arbeitet, muss mit dem, was er verdient, auch klarkommen können. Das klappt aber nicht, wenn Dumpinglöhne gezahlt werden. Und ein Dumpinglohn ist alles unter 8,50 Euro pro Stunde", sagt Geschäftsführer Harald Fennel vom Verdi-Bezirk Nordhessen. Niedriglöhner seien gezwungen Verzicht zu üben.

Das zeige sich ganz besonders beim Einkauf: "Wer von einem Niedriglohn lebt, für den sind die Käse- und Fleischtheke im Supermarkt tabu. Bei Lebensmitteln kommen dann nur Sonderangebote und Billigprodukte in Frage", so NGG-Geschäftsführer Andreas Kampmann. (hpx)

Quelle: HNA

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