Verdienstmedaille für Wettermann Wilhelm Zick

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Ausgezeichnet: Wilhelm Zick (links) erhält die Verdienstmedaille von Dr. Peter Ramsauer.

Bad Zwesten. Er kennt sich aus mit Sonne, Regen und Schnee. 40 Jahre hatte Wilhelm Zick das Wetter in Bad Zwesten im Blick. Er notierte Regenmengen und meldete besondere Wetterereignisse an den Deutschen Wetterdienst. Dafür wurde er mit einer Verdienstmedaille von Bundesminister Peter Ramsauer geehrt.

Der einstige Oberförster Zick hatte 40 Jahre lang jeden morgen pünktlich um 6 Uhr 50 die Messdaten in seinem Garten abgelesen und mit weiteren Beobachtungen am Abend dem Wetterdienst übermittelt.

Begonnen hatte für Zick alles mit einer Klimahauptstation in Bad Zwesten. Von 1969 bis 1971 musste Zick im Auftrag der Gemeinde zwei Jahre lang dreimal täglich Daten, wie Niederschlagsmenge, Temperatur, Sonnenstrahlung und Windstärke erfassen, die letztendlich zum Titel Kurort Bad Zwesten geführt haben.

Da er nun schon einmal mit der Materie vertraut war, übergab Ingrid Junghans ihr Amt beim Wetterdienst an Wilhelm Zick, da sie beruflich umziehen musste. Von da an hatte der naturverbundene Zick seine feste Verpflichtung.

40 Jahre Regen gemessen

40 Jahre hat er täglich den Niederschlag gemessen und im Winter die Schneehöhe bestimmt. Er beobachtete den Verlauf von Gewittern und Hagelschauern bis zum winterlichen Schneetreiben. Damit leistete einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Wettervorhersage und Klimaüberwachung, heißt es in der Mitteilung des Deutschen Wetterdienstes.

Die größte Niederschlagsmenge erfasste er am 28. Mai 1999 mit 66,9 l/qm, das niederschlagsreichste Jahr erlebte er in 1981 und das mit den niedrigsten Niederschlägen war 1976.

Im Februar dieses Jahres hat er nun die kleine Wetterstation aus seinem Garten abgebaut und seinem Nachfolger Wolfgang Simeit übergeben. Der nächste Regen kommt bestimmt.

Von Helga Hebeler

Quelle: HNA

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