Halbes Jahrhundert ehrenamtliche Arbeit

Zennerner Erich Bauer mit Verdienstorden am Bande ausgezeichnet

Auszeichnung: Orden für Erich Bauer. Foto: Meinicke

Zennern. Tag für Tag, Woche für Woche und Jahr um Jahr arbeiten viele Menschen ehrenamtlich in ihren Heimatgemeinden.

Selten stehen sie dabei im Rampenlicht und noch seltener findet ihre unermüdliche Tätigkeit eine so große Ehrung, wie sie nun Erich Bauer aus der Gemeinde Wabern zuteil wurde. Europastaatssekretär Mark Weinmeister überreichte den Hessischen Verdienstorden am Bande.

Erich Bauer begann 1962 als Kassierer des SC Schwarz-Weiß Zennern. Schnell übernahm er weitere Aufgaben: Erster und Zweiter Vorsitzender, und seit nahezu 50 Jahren ist er aktiv als Schiedsrichter auf dem Platz zu finden. Dazu gehört er seit 30 Jahren zum Vorstand des Sportkreises Fritzlar-Homberg und ebenso der Sportkommission des Schwalm-Eder Kreises an.

Weinmeister betonte in seiner kleinen Ansprache, es gäbe nur wenige, die sich über eine derart lange Zeit in einem Ehrenamt betätigten. Eine Gemeinschaft würde ohne Menschen wie Erich Bauer recht traurig dastehen.

Hocke spielte mit ihm 

„Erich Bauer hat sich in vielfältiger Weise für das Gemeinwohl engagiert. Sein unermüdliches und beispielgebendes Wirken wird durch die Verleihung des Hessischen Verdienstordens am Bande gewürdigt“, sagte der CDU-Politiker.

Rolf Hocke, Präsident des Hessischen Fußballverbandes (HFV) und selbst aus Wabern, erzählte, wie er in der Kindheit gemeinsam mit Bauer Fußball gespielt hatte. Waberns Bürgermeister Günther Jung hatte vom Geehrten seine erste Wohnung in der Gemeinde vermietet bekommen. Jung ging besonders auf Bauers vielfältiges kommunalpolitisches Engagement ein.

Markus Ihme, Vorsitzender von Schwarz-Weiß Zennern, hatte den Antrag für die Ehrung bei der Hessischen Staatskanzlei gestellt. Ausdrücklich verwies er auf die tatkräftige Unterstützung durch den früh verstorbenen Landrat Frank-Martin Neupärtl.

Der Verdienstorden am Bande wird äußerst selten vergeben. So kann diese Ehrung durchaus als grandioser Sieg auf heimischem Platz verstanden werden

Von Michael Meinicke

Quelle: HNA

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