Verein bietet Alternativen: Jesberger setzen auf Mobilität ohne Auto

Zahid Khan mit seinem Lastenfahrrad und Marion Dörfler aus der Metzgerei Becker in Jesberg. Auf dem Boden der ausgewiesene Lastenfahrradparkplatz. Foto Elisa Mand

Jesberg. Es geht auch ohne eigenes Auto: Der Verein „Vorfahrt für Jesberg" setzt im Kellerwald auf neue Ideen in Sachen Mobilität.

Er bietet ab sofort drei elektrische Lastenräder für den alltäglichen Transport von schweren Einkaufstaschen oder Getränkekisten.

Jetzt wird die Palette, die die Jesberger für Tage oder Stunden mieten können, noch größer: In den nächsten Tagen sollen noch Pedelecs, ein E-Smart und ein E-Caddy hinzukommen, kündigt Vorsitzender Michael Schramek an.

Der Verein Vorfahrt für Jesberg setzt sich für günstige und unkomplizierte Alternativen zum eigenen Auto ein. Davon sollen jetzt sowohl die Einwohner als auch Neuankömmlinge wie die Flüchtlinge, die in der Kellerwaldgemeinde wohnen, profitieren.

Ein Lastenrad kann man am Rathaus ausleihen, ein weiteres in Densberg Das dritte fährt Zahid Khan. Der 24-Jährige aus Pakistan liefert mit dem elektrischen Lastenrad Lebensmittel und Getränke aus oder karrt damit auch Gartenabfälle zum Bauhof. Davon profitierten die Jesberger, die sich nicht selbst auf den Weg machen müssen, der Verein, der Aufträge bekommt und nicht zuletzt die Umwelt, sagt Schramek, der selbst in Jesberg lebt.

Das neue Konzept solle so einfach wie möglich funktionieren, soll die Menschen dazu verführen, jedes Fahrzeug und jedes Angebot auszuprobieren und damit zu überprüfen, ob der Kauf eines Zweitwagens wirklich notwendig sei.

Der Verein hat viele weitere Ideen, wie eine Alternative zum eigenen Arbeitsplatz aussehen könnte. Pedelecs und E-Autos sollen dafür sorgen, dass die Jesberger umweltfreundlich unterwegs sind, aber auch Taxi- und Fahrgemeinschaften. Zudem gibt es Bänke, auf denen diejenigen Platz nehmen können, die mitgenommen werden möchten - der Fantasie seien keine Grenzen gesetzt, sagt Schramek.

Quelle: HNA

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