Befürchtung des weiteren Verfalls 

Forderung: Sanierung oder Neubau der Felsberger Turnhalle

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Dunkle Wolken über der kleinen Sporthalle in Felsberg: Sie steht auf dem Gelände der Drei-Burgen-Schule und ist für den Felsberger Breitensport unentbehrlich. Der Vorstand des TSV Eintracht Felsberg hat jetzt von den städtischen Gremien gefordert, die Halle zu sanieren oder neu zu bauen. 

Felsberg. Der Turn- und Sportverein 1863 Felsberg hat das neue Stadtparlament aufgefordert, die kleine Sporthalle an der Drei-Burgen-Schule zu sanieren oder neu zu bauen.

„Wir schlagen vor, die dafür zur Verfügung stehenden öffentlichen Zuschüsse zu verwenden“, heißt es in der Forderung. Die jetzigen Sportstätten in Felsberg seien für den Breitensport der Eintracht mit ihren weit mehr als 800 Mitgliedern und 13 Sparten unentbehrlich.

„Die Trainingsmöglichkeiten in der kleinen Halle müssen deshalb auf jeden Fall erhalten bleiben“, fordert der Vorstand des größten Felsberger Vereins. Und: „Wir erwarten von den städtischen Gremien und den beteiligten Ämtern der Stadt, dass wir an der Vorbereitung und Planung beteiligt werden, damit alle erforderlichen Wünsche berücksichtigt werden.“

Seit fast einem halben Jahr habe sich in dieser Frage nichts getan, sagte Eintracht-Vorsitzender Stefan Schmid gegenüber der HNA. „Nach den Gesprächen mit der SPD-Fraktion ist niemand mehr auf uns zugekommen“, bedauerte Schmid. Nach seinen Angaben sind derzeit die Duschen außer Betrieb. In einem Teil der Halle sei wegen eines Wasserschadens das Licht ausgefallen. Schmid: „Wir befürchten den weiteren Verfall der Halle, wenn nicht schnellstens etwas passiert.“

„Wir befürchten den weiteren Verfall der Halle, wenn nicht schnellstens etwas passiert.“

Die Halle wird im Dezember 50 Jahre alt. Schon vor der Fertigstellung hatte das Fertigteil-Bauwerk Geschichte geschrieben. Es war als erste Hessenturnhalle in Fertigbauweise weit über Felsberg hinaus bekannt geworden. Mehr als 50 Besuchergruppen kamen in Jahr nach der Fertigstellung.

Die 1977 in Konkurs gegangene, einst bundesweit tätige Baugruppe Wilhelm Völker Borken hatte diesen Hallentyp zusammen mit dem Betonwerk Hessen in Kassel-Nordshausen entwickelt. Bundesweit wurden etwa 150 Hallen dieses Typs gebaut. Eine steht an der Schwanenwiese in Kassel. 

Quelle: HNA

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