Neue Felsberger Bürgerinitiative will mit anderen Organisationen zusammenarbeiten

Verein für die ganze Stadt

Sie ziehen an einem Strang für Felsberg: von links Friedward Vogel, Dr. Hartmut Quehl und Christopher Willing. Foto: Schaake

Felsberg. Die neue Bürgerinitiative für Felsberg will sich nicht nur für die Entwicklung der Altstadt, sondern für die Gesamtstadt Felsberg einsetzen. Das stellte der Vorsitzende der Initiative am Donnerstagabend klar. Die Initiative stellte sich an diesem Abend erstmals öffentlich vor.

„Wir sehen die Stadt mit allen Stadtteilen als Ganzes und beschränken uns nicht nur auf die Altstadt und die Ortsumgehung”, erklärte der Vorsitzende. Er kündigte an, dass man sich über das Projekt „Felsberg erwandern” über alle Stadtteile informieren werde. Der neue Verein verstehe Stadtentwicklung als eine kommunale Gemeinschaftsaufgabe, „um den vielfältigen Problemen der Dörfer und Ortskerne entgegenzutreten”. Eine zukunftsfähige Stadtentwicklung könne nur unter Berücksichtigung aller Stadtteile gelingen.

Darüber hinaus kritisierte Quehl, dass es ein „ernstes politisches Vakuum“ gebe - dem stimmte auch Christopher Willing, Vorsitzender des vor einem Jahr gegründeten Vereins zur Rettung der Synagoge Felsberg zu. Die neue Bürgerinitiative will mit diesem Verein, ebenso wie mit der Gemeindenützlichen Genossenschaft Felsberg (Gegefe) zusammenarbeiten. „Die Vereine ergänzen sich”, sagte Christopher Willing. Friedward Vogel vom Vorstand der Gegefe fügte hinzu: „Die Schlagkraft wird sich erhöhen.” „Den Ansatz finde ich richtig gut”, sagte der langjährige SPD-Stadtverordnete Heinz Veit zu den Zielen des neuen Vereins. Kritisch wurde während der Diskussion angemerkt, dass es bereits viele Machbarkeitsstudien für Felsberg gebe: „Aber wo bleibt die Umsetzung?” Hartmut Quehl sprach auch von „Kritik am politischen Umgang mit den Bürgern”.

Keine Diskussion über Trasse

Natürlich ging es am Donnerstagabend auch um die Ortsumgehung. Man werde an der geplanten Trassenführung festhalten, sagte Quehl. Eine neue Diskussion über die Trasse würde „die Umsetzung der Ortsumgehung unabsehbar gefährden“, sagte Quehl. „Wir akzeptieren, dass die gegenwärtige Trassenplanung nicht die Interessen aller Betroffenen berücksichtigt und treten für eine intensive Suche nach einem Interessenausgleich ein.” Das Thema Verkehr sei auch mit dem Bau der Ortsumgehung nicht abgeschlossen, betonte Quehl.

• Die nächste öffentliche Veranstaltung findet am Mittwoch, 27. November, ab 19.30 Uhr im Seminarraum „Die Ruthen”, An der Stadtmauer 10/Untergasse 31, statt.

Von Manfred Schaake

Quelle: HNA

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