Der Verein Kinder- Familien- und Seniorenfreundliches Felsberg besteht seit 25 Jahren

In der Küche der Schulcafeteria: Koch Klaus Jäger, Carina Münzberg, Kassierin des Vereins sowie die Vorsitzende Gitta Hentschker-Kranixfeld Im kleinen Bild die ehemalige Kinder-, Familien- und Frauenbeauftragte Inge Koch und Wegbereiterin von Kifas mit Bürgermeister Volker Steinmetz und der Familie Salzmann. Fotos: Thiery/Archiv

Er ist das Vorzeigeprojekt Felsbergs und die Wiege für die familienfreundliche Kommune der Stadt: Der Verein Kinder-, Familien- und Seniorenfreundliches Felsberg, kurz Kifas genannt. In diesem Jahr feiert er sein 25-jähriges Bestehen.

Felsberg.

Am 2. Juli 1991 wurde der Verein gegründet. Start war eine Kinderbetreuung. „Mütter, die wieder arbeiten wollten, hatten Anfang der neunziger Jahre nicht ausreichend Möglichkeiten, ihre Kinder unterzubringen“, erzählt die Vorsitzende des Vereins, Gitta Hentschker-Kranixfeld. Die Plätze in den Kindergärten waren alle belegt und einen gesetzlichen Anspruch auf einen Kindergartenplatz habe es damals noch nicht gegeben.

Inge Koch, damals noch Jugendpflegerin der Stadt Felsberg, gründete den Verein, erste Kindergruppen wurden betreut. Sie habe damals selbst erfahren, wie schwierig es war, Kind und Beruf unter einen Hut zu bringen, erzählt Hentschker-Kranixfeld. Sie habe den Verein zu dem gemacht, was er heute ist.

ZusammenArbeit mit Schule

Netzwerke knüpfen sei ihre Devise gewesen. Von Anfang an arbeitete der Verein mit der Drei-Burgen-Schule zusammen. „Die Schule stellte den Raum der alten Verwaltung für die Kindergruppen zur Verfügung“, sagt Hentschker-Kranixfeld. Gleichzeitig erhielt die Schule mit dem Verein eine Schülerbetreuung. Zurzeit werden in der Kindergruppe an der Schule noch 10 Kinder unter drei Jahren betreut.

Förderprogramme

Der Verein habe sich um die Verknüpfung der Angebote bemüht. Dabei habe man oft improvisieren müssen und die Förderprogramme kombiniert, sagte die Vorsitzende. Mit dem Landesprogramm Arbeit statt Sozialhilfe habe man Personal anstellen können, das auf dem ersten Arbeitsmarkt keine Möglichkeit gehabt hätte und damit die Versorgung in der Küche gesichert.

Cafeteria liefert 900 Essen

Das Essen für die Schüler selbst zu kochen, sei heute einer der Schwerpunkte des Vereins. Auch dies sei aus der Not heraus geboren worden, weil man den Kindern in der Schule und den Einrichtungen ein warmes Mittagessen bieten wolle. In diesem Zug wurde die Schulcafeteria vor zehn Jahren gebaut. Heute liefert sie täglich 900 Essen an Schulen, Kindergärten und für Senioren in der Region.

Nachmittags treffen sich dort die Senioren im offenen Treff zum Reden. Offiziell ist das Gebäude das Mehr-Generationen-Haus, das von der Stadt Felsberg betrieben wird.

Leichter Leben in Felsberg

Motivation des Vereins sei es immer gewesen, Kindern, Familien und Senioren das Leben in der Gemeinde zu erleichtern und zu verbessern. Das sollte sie ermuntern, in Felsberg zu bleiben oder dorthin zu ziehen.

Mit der Beschäftigung in den Einrichtungen habe man einige Frauen aus der Sozialhilfe heraus geholt und ihnenArbeit vermittelt. Viele von ihnen seien noch heute bei dem Verein beschäftigt.

• Der Verein Kifas feiert am 2. Juli sein Jubiläum intern mit Unterstützern und Kooperationspartnern. Die Mitarbeiter werden einen Betriebsausflug machen. Es soll ein Weg gestaltet werden, der Kinderrechte beschreibt.

Von Christine Thiery

Quelle: HNA

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